Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Der alte Fuchs ist da - Wolfram Siebeck bloggt Dienstag 2011-09-13
Immer noch gut für Überraschungen. Wolfram Siebeck, Deutschlands bekanntester Gastrokritiker, bloggt. Er möchte sich nach 60 jahren intensiver Restaurantkritik ein wenig zurückziehen vom Schreiben, mehr reisen und seinen im Juli 2011 gestarteten Blog als Reisetagebuch führen. Was wohl mit dem los ist?
Screenshot der Startseite des Blogs von Wolfram Siebeck

War doch das bis vor kurzem noch alles Teufelszeugs. Aber schön, dass auch ältere Herren in der virtuellen Welt landen. Herzlich willkommen!

Optisch macht www.wo-isst-siebeck.de nicht viel her. Viel Weißraum, er selbst präsentiert sich auf der Startseite wie ein Amish. Strohhut, Rauschebart und Blick aufs Kirchlein. Und inhaltlich?

Siebeck, der auch in Österreich zumindest so gefürchtet war wie der schmallippige Ego im Film Ratatouille, hat ja immer gerne ausgeteilt. Und nicht immer mit der feinen Klinge. Karotte zu weich, Rübe ab. Wer gut wegkam, war hingegen fein raus. Von einer feinen Klinge ist auch in seinem Blog nichts zu spüren, im Gegenteil. Bissig und direkt aufs Ziel, aber durchaus amüsant. Und richtig absurde Dinge stehen dort zu lesen wie etwa: »Dazu ist zunächst zu sagen, dass der normale Konsument, der vielleicht am Samstag mal ein oder zwei Viertel Wein trinkt, nie und nimmer in der Lage ist, einen korkigen Wein auch nur zu erkennen. Unendlich viele Flaschen mit korkigem Wein sind  in Deutschland ausgeschenkt worden, ohne dass die Gäste überhaupt das Fehlerhafte des Weins gerochen oder geschmeckt hätten. Denn dazu gehört schon eine beachtliche Erfahrung, um zwischen der Trinkbarkeit eines Weins und einem Korkgeschmack zu unterscheiden.«

Aber umgekehrt auch: »Milchprodukte wiederum sind so billig (in der Provence), dass ich mich fast schäme, für Bioqualitäten weniger zu bezahlen als im heimischen Supermarkt für die Massenware.« Und wie gewohnt Rezepte seiner mit Herzblut gekochten Speisen, die einen animieren, sofort zum Kochlöffel zu greifen. Herzblut hat er, mit Herzblut schreibt er. Und darum ist es gut, dass es ihn gibt. Nun auch als Blogger. Wir freuen uns auf wilde Wortgefechte auf www.wo-isst-siebeck.de.

syl

feine klinge

syl  14.09.2011 09:49

da hast du recht, katha. schreiben kann er. das macht schon spaß.

vom über- und unterschätzen

katha  14.09.2011 09:29

ich mag seine inhaltlich meist gar nicht feine, aber stilistisch doch oft sehr feine klinge, was überhaupt nicht heißt, dass ich immer seiner meinung bin.
zitat aus dem aktuellen blogbeitrag:
"Zwischen all dem angestrengten Mist, den junge Köche uns zumuten, weil sie sich über- und uns unterschätzen, sind die schlichten Einzelstücke rar wir Gold."

Die Asiaten kommen Donnerstag 2011-09-08
All jenen, die den Weinakademiker- oder gar den Master-of-Wine-Traum träumen, sei geraten, das mit dem Titel schnell anzugehen. Denn der Stoff wächst und wächst. Und es kann in Zukunft nicht schaden, die eine oder andere asiatische (Wein-)Sprache zu beherrschen.
 Cabernet Dry Red Wine 2009 von Jiabeilan

Denn die Asiaten holen - auch hier - mächtig auf. Und offenbar ist das gar nicht das Schlechteste. Zumindest wenn man den Damen und Herren der Jury der International Wine Challenge in London glauben kann. Zum ersten Mal wurde heuer ein chinesischer Wein mit einer Trophäe bedacht, der »Red Bordeaux Varietal Over £10 International Trophy«. Der »Jia Bei Lan 2009« des Weinguts He Lan Qing Xue wird als »supple, graceful and ripe but not flashy« beschrieben, gelobt werden »excellent length and four-square tannins«. 25 internationale Trophäen werden vergeben (havel & petz durften über die schreiben, die nach Illmitz ging), tausende Weine verkostet.

Jedenfalls, der fernöstliche Wein triumphierte über seine Konkurrenten Chateau Boutisse/St. Emilion, Bodega Catena Zapata/Argentinien, ließ Australien, Südafrika, Kalifornien hinter sich.

Jedenfalls, der Wein ist eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Gernischt (Weinakademiestudenten bitte merken!), kostet um die £13 und ist bis dato nur in China im Handel (Weinhändler aufgepasst, vielleicht ist das DIE Chance!).

Jedenfalls haben auch andere asiatische Weingüter (aus Japan, China, Indien und Thailand) Auszeichnungen mitgenommen und jedenfalls bin ich froh, dass auch die Asiaten guten Wein machen. Damit diese vielen, vielen Menschen uns nicht alles wegtrinken.

Quelle: Decanter

Ruth

Der gehörte Genuss Donnerstag 2011-09-08

Gestern am Abend waren es - was leider viel zu selten vorkommt - die Ohren, die genießen durften. Der Genuss war musikalisch, brasilianisch, vokal, instrumental, dazwischen auch englisch, langsam, schnell, zum Mitsingen, zum in den Tönen versinken, auf jeden Fall aber sehr speziell und fein.

Die Banda de Boca auf der Bühne der Sargfabrik

Denise de Macedo, Brasilianerin, die offenbar schon ewig in Wien weilt, der deutschen (Aus-)Sprache nach zu urteilen, holte die »Banda de Boca«, eine brasilianische A-capella-Formierung für eine handvoll gemeinsame Konzerte nach Wien. Der Konzertsaal (-raum?) war klein (Sargfabrik) und die Stimmung sehr schnell dementsprechend rhythmisch heiß. Jede der beiden Bands war für sich schon gut, gemeinsam waren sie großartig. Brasilianische Kassenschlager, schöne Balladen, Samba, Sting (An English Man in New York, fantastische Version!), wirklich hörenswert. Was manche Menschen mit ihrer Stimme können, beneidenswert.

Heute gibt's das Abschluss-Konzert des gemeinsamen Projektes im Floridita in der Johannesgasse, 22 Uhr. Für Schnellentschlossene.

Banda de Boca

Denise de Macedo

Ruth

Das Ende der blogfreien Zeit Montag 2011-09-05
Schön langsam wird's Zeit, dass ich nach den beiden agenturfreien Wochen (die bereits am 29. August zu Ende waren) wieder in die Gänge komm. In die Blog-Gänge. Vom Hirschfest enthusiasmiert, flutschte der dazugehörige Blogeintrag am ersten Arbeitstag nur so aus den Tasten.
Illustration einer Person am Boden liegend vor einem Laptop mit leerer Denkblase

Der über die kulinarischen Stunden während meines Urlaubs am Neusiedlersee wurde am Tag 2 nach den Ferien begonnen und fristet seither ein unbefriedigendes »offline«-Dasein.  Der über den grandiosen Abend im Müllendorfer Steinbruch (Roland Velich und Christian Seiler luden ein, ao& kochten) existiert bis dato nur in meinen Gedanken. Von so manch anderen Themen weiß ich gar nicht, dass ich sie schreiben wollte. Dieser Blogbeitrag über andere Nichtblogeinträge beendet somit die blogfreie Zeit. Auf geht's!

Ruth

So TONG! Dienstag 2011-08-30
Druckwerk war angesagt in den letzten Wochen. Im Bett, im Flugzeug - insbesondere im falschen, in der Badewanne, am Örtchen, am Strand, beim Gehen. Querfeldeingelesen. Und bevor die Bücher und Hefte in den Regalen verschwinden, schnell noch einen Blick darauf geworfen.  »Der dunkle Schirm« von Dick verdient ein besonderes Ruf- zeichen! Und ganz vorsichtig war der »Zauber- berg« aufgeschlagen worden, klassisch über viele Jahre ungelesen. Er hat seinen Schrecken verloren, schöne alte Sprache, Abbild einer anderen Zeit. Es wird eine Weilchen dauern. Und dazwischen immer wieder »TONG – About Wine«.
Cover des TONG

Eine frische Liebe. Ein Heft gänzlich ohne Werbung dafür mit umfassenden Aufsätzen renommierter Weinfachleute. Wechselnde internationale Autoren, kein fixes Team. Zu Bordeaux etwa melden sich Fiona Morrison MW, Jancis Robinson MW, Benjamin Lewin MW, Chantal Smeets, Fongyee Walker, Edward Ragg und Herausgeber Filip Verheyden zu Wort und verfassen so etwas wie eine Swot-Analyse zum Thema. Der Blick hinter die Kulissen schafft Verständnis.

TONG ist ein belgisches Heft, erscheint seit 2009, quartalsweise und widmet sich jeweils einem Schwerpunkt. Die letzten Ausgaben galten »Bordeaux«, »German Riesling« und »Oak«. Zu beziehen ist es ausschließlich direkt über den Verlag bzw. die Website. Filip Verheyden schreibt im TONG's Manifesto: »TONG is not a magazine. At least, not a magazine as you know it. TONG has a clear brief: to go back to the basics of communication on wine. It contains no advertising, and articles are selected for their quality and originality. Furthermore, content and format are tightly connected. Each issue develops a single theme through articles and images. «

So kommt die Weinlesewelt schön langsam wieder in Ordnung. Und würde auch der »Wine Report« von Tom Stevenson neu aufgelegt, wäre das überhaupt ein großes Stück Glück. Tommy, can you hear me?

TONG'S Manifesto
www.tongmagazine.com
syl

 

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