Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Der gehörte Genuss Donnerstag 2011-09-08

Gestern am Abend waren es - was leider viel zu selten vorkommt - die Ohren, die genießen durften. Der Genuss war musikalisch, brasilianisch, vokal, instrumental, dazwischen auch englisch, langsam, schnell, zum Mitsingen, zum in den Tönen versinken, auf jeden Fall aber sehr speziell und fein.

Die Banda de Boca auf der Bühne der Sargfabrik

Denise de Macedo, Brasilianerin, die offenbar schon ewig in Wien weilt, der deutschen (Aus-)Sprache nach zu urteilen, holte die »Banda de Boca«, eine brasilianische A-capella-Formierung für eine handvoll gemeinsame Konzerte nach Wien. Der Konzertsaal (-raum?) war klein (Sargfabrik) und die Stimmung sehr schnell dementsprechend rhythmisch heiß. Jede der beiden Bands war für sich schon gut, gemeinsam waren sie großartig. Brasilianische Kassenschlager, schöne Balladen, Samba, Sting (An English Man in New York, fantastische Version!), wirklich hörenswert. Was manche Menschen mit ihrer Stimme können, beneidenswert.

Heute gibt's das Abschluss-Konzert des gemeinsamen Projektes im Floridita in der Johannesgasse, 22 Uhr. Für Schnellentschlossene.

Banda de Boca

Denise de Macedo

Ruth

Das Ende der blogfreien Zeit Montag 2011-09-05
Schön langsam wird's Zeit, dass ich nach den beiden agenturfreien Wochen (die bereits am 29. August zu Ende waren) wieder in die Gänge komm. In die Blog-Gänge. Vom Hirschfest enthusiasmiert, flutschte der dazugehörige Blogeintrag am ersten Arbeitstag nur so aus den Tasten.
Illustration einer Person am Boden liegend vor einem Laptop mit leerer Denkblase

Der über die kulinarischen Stunden während meines Urlaubs am Neusiedlersee wurde am Tag 2 nach den Ferien begonnen und fristet seither ein unbefriedigendes »offline«-Dasein.  Der über den grandiosen Abend im Müllendorfer Steinbruch (Roland Velich und Christian Seiler luden ein, ao& kochten) existiert bis dato nur in meinen Gedanken. Von so manch anderen Themen weiß ich gar nicht, dass ich sie schreiben wollte. Dieser Blogbeitrag über andere Nichtblogeinträge beendet somit die blogfreie Zeit. Auf geht's!

Ruth

So TONG! Dienstag 2011-08-30
Druckwerk war angesagt in den letzten Wochen. Im Bett, im Flugzeug - insbesondere im falschen, in der Badewanne, am Örtchen, am Strand, beim Gehen. Querfeldeingelesen. Und bevor die Bücher und Hefte in den Regalen verschwinden, schnell noch einen Blick darauf geworfen.  »Der dunkle Schirm« von Dick verdient ein besonderes Ruf- zeichen! Und ganz vorsichtig war der »Zauber- berg« aufgeschlagen worden, klassisch über viele Jahre ungelesen. Er hat seinen Schrecken verloren, schöne alte Sprache, Abbild einer anderen Zeit. Es wird eine Weilchen dauern. Und dazwischen immer wieder »TONG – About Wine«.
Cover des TONG

Eine frische Liebe. Ein Heft gänzlich ohne Werbung dafür mit umfassenden Aufsätzen renommierter Weinfachleute. Wechselnde internationale Autoren, kein fixes Team. Zu Bordeaux etwa melden sich Fiona Morrison MW, Jancis Robinson MW, Benjamin Lewin MW, Chantal Smeets, Fongyee Walker, Edward Ragg und Herausgeber Filip Verheyden zu Wort und verfassen so etwas wie eine Swot-Analyse zum Thema. Der Blick hinter die Kulissen schafft Verständnis.

TONG ist ein belgisches Heft, erscheint seit 2009, quartalsweise und widmet sich jeweils einem Schwerpunkt. Die letzten Ausgaben galten »Bordeaux«, »German Riesling« und »Oak«. Zu beziehen ist es ausschließlich direkt über den Verlag bzw. die Website. Filip Verheyden schreibt im TONG's Manifesto: »TONG is not a magazine. At least, not a magazine as you know it. TONG has a clear brief: to go back to the basics of communication on wine. It contains no advertising, and articles are selected for their quality and originality. Furthermore, content and format are tightly connected. Each issue develops a single theme through articles and images. «

So kommt die Weinlesewelt schön langsam wieder in Ordnung. Und würde auch der »Wine Report« von Tom Stevenson neu aufgelegt, wäre das überhaupt ein großes Stück Glück. Tommy, can you hear me?

TONG'S Manifesto
www.tongmagazine.com
syl

 

Der Hirsch so froh am Stroh Dienstag 2011-08-30
Verkündet wurde es ja schon vor einer ganz schönen Weile. Gefeiert endlich am Sonntag. Johannes Hirsch wurde von Peter Moser ganz offiziell zum Falstaff-Winzer des Jahres 2011 gekürt. Der Winzer sank vor lauter Dankbarkeit vor demselbigen auf die Knie. Für diese Ehre hat der Falstaff-Chefredakteur den Weg aufs Stohballen-Podium sicherlich gern auf sich genommen.
Johannes Hirsch kniend vor Peter Moser
Vor Peter Moser hat die Bürgermeisterin von Kammern »ihrem« Winzer des Jahres gehuldigt, nach ihm Freund Kevin Pike aus den USA, ein »guter Bekannter« aus der Wachau (Emmi Knoll übrigens) und Christian Seiler, Geschmacks-Autor und -Journalist. Davor, danach, zwischendurch immer wieder the winemaker himself. Allesamt sehr humorig.
Johannes Hirsch und Familie

Jedenfalls, das Wetter war perfekt, um nicht zu sagen »à point«. Nicht mehr so affenheiß wie die Tage davor und nicht so a....kalt wie am Samstag. TJa, unser Draht zu Petrus ...

Zu des Hirschens Weinen zurück bis zum Jahrgang 2002 kochten auf: Bobby Bräuer, angereist aus Kitz, Stefan Klinglhuber vom Kremser Gasthaus mit gleichem Namen, Christian Petz vom Schiff und Christoph Wagner von Wagners Wirtshaus in Hollabrunn. Die Musik von DJ und afrikanischem Trommler heizte uns so richtig ein, als es dann zu später Stunde doch noch a....kalt wurde. Und der Hirsch tanzte und tanzte und tanzte.

Die dazugehörigen Fotos werden aus Rücksicht auf seine Familie nicht veröffentlicht. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Ruth

Wie machen die das nur? Montag 2011-08-22

Für alle, die auf Zahlen stehen, hier sind ein paar: 

» 30 Jahre alt
» seit 15 Jahren im Weinbusiness
» 10 eigene Jahrgänge produziert
» bewirtschaftet neuerdings 15 Hektar (davor 10)
» heißt seit 5 Jahren Ebner-Ebenauer (davor Ebner)

Keine Frage, es geht um eine der spannensten Winzerinnen des Landes. Und sie gehört - zufällig - zu unseren Kunden. Wohlgemerkt im Verbund mit Göttergatte Manfred. Grund genug, zurück, nach vorne und überhaupt zu schauen.

Marion und Manfred Ebner-Ebenauer im Weingarten

2010 war DAS Jahr der Ebner-Ebenauers. Ihr Jahrgang 2009 wurde im GaultMillau großartig bewertet. 19 von 20 Punkten für den Grünen Veltliner Black Edition 09 und weitere dreimal 18,5 Punkte für die Weine aus Poysdorf.

Außerdem wurden letztes Jahr genau zwei Weingüter in Österreich von Jancis Robinson getestet. EE und das Weingut Salomon. Und mit Höchstnoten ausgezeichnet. Zitat Jancis: »Ebner-Ebenauer, a particularly interesting and ambitious producer in Austria's Weinviertel, the wines have great intensity and integrity!«

Marion Ebner-Ebenauer in Abendrobe bei den Wine Awards 2011 © Der Feinschmecker

Dieses Jahr hat auch schon einmal gut begonnen. Vom deutschen Magazin »Feinschmecker« wurde das Poysdorfer Weigut als »Newcomer des Jahres« für den WINE AWARD 2011 nominiert. Der Abend der Preisverleihung auf Schloss Bensberg war, so heißt es, rauschend.

Was David Schildknecht von den EE-Weinen 2010 hält, weiß noch kein Mensch, aber alleine schon, dass er sich wieder Zeit zum Verkosten genommen hat, zeugt von Hochachtung. 2009, so meinte er dazumal, sei der Jahrgang des Durchbruchs der beiden. Jetzt warten wir gespannt auf seine Meinung zu 2010.

Was haben Marion und Manfred für die nächste Zeit vor? Schauen, dass die 15 Hektar genauso großartig in der Flasche landen wie die 10 davor. Und die Fühler noch stärker über die Grenzen ausstrecken. Stichwort »Zukunftsmarkt Asien«. Langweilig wird den beiden auf jeden Fall nicht.

Ach ja, vielen Dank noch einmal für den schönen Geburtstagsabend am Badeschiff!

Ruth
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