Bassena - Unser Weblog

Ballast abwerfen! Dienstag 2013-05-07
Man kann lange zusehen, sehr lange. Und dann, irgendwann, dann reicht's. Wenn man nimmer weiß, wohin im Weinbücher-Kochbücher-Fachheftl-Bücherregal man dieses eine Magazin noch stopfen soll. Wenn jedes neue Buch einen ratlos vor der Wand stehen lässt, weil man nimmer weiß, wohin.

Dann kommt der lang herbeigesehnte Rappel und dann geht's los. Weinratgeber aus dem Jahr 1988, Guides der vergangenen 1.000 Jahre, Kochbücher, aus denen man erfährt, wie man aus Gemüsekonserven Essen kocht, Wein-/Winzerempfehlungen hochrangiger Journalisten, die längst überholt sind und Stapel chronologisch sortierter gelesener Gourmet- und Weinmagazine, in die nie nie wieder ein Blick geworfen wurde.

Alles raus und auf den Boden. Ha! Und dann: und jetzt? Ein neuer ratloser Blick auf das Gebirge. Wie soll das denn nun ins Altpapier? Na, wie wohl? Na, wer wohl? Am Körper gefühlte 300 kg waren es, aufgeteilt auf zwei grüne Tonnen. Und wissen Sie was? Das beste am Billa sind seine Plastiktaschen. Sie fassen locker 30 kg Büchermist und locker zehnmal wurde eine davon gefüllt.

Und jetzt? Viel Ballast ist weg und das Regal ist immer noch fast voll. Aber da und dort hat sich ein Spalt für ein neues Buch aufgetan. Und gelesene Hefte fliegen ab heute sofort in die Tonne.

Hier noch ein besonders inspirierendes Rezept aus einem der geflogenen Bücher, »Kochrezepte für die bäuerliche Küche«, herausgegeben 1974 von der O.Ö. Landwirtschaftskammer, in dem kein einziger Knödel vorkommt dafür aber Bayrischer Kartoffelsalat, Leber à la Lissabon, Schwäbischer Sauerbraten und eben dieser phantastische »Schloßsalat«: Hartkäse, Schinken oder Wurst, Essiggurkerl, Fisch, alles in Stäbchen schneiden, mit Mayonnaise vermischen und mit Gemüse und Kräutern verzieren.

Lassen Sie es sich gut schmecken!

syl
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Klein und bald oho! Montag 2013-05-06
Kaum ist die Marillenblüte vorbei, hängen schon kleine grüne Früchte am Baum. 2 cm sind die Kleinen jetzt groß, da legt sich die Natur ganz schön ins Zeug. Heuer hat die Blüte glücklicherweise einen Monat später eingesetzt als im Vorjahr, was gut war, denn so konnte sie dem Frost ein Schnippchen schlagen.

Der ja letztes Jahr den Marillen, Äpfeln und noch vielen anderen landwirtschaftlichen Produkten ein Schnippchen geschlagen hat. Heuer ist der Spieß umgedreht!

Heuer siegt das Obst. Die Bäume sind voller kleiner fester grüner Früchte und bald werden sich die Äste unter ihrer Last biegen. Jetzt heißt es, den Marillenbauern und -bäuerinnen und uns sowieso die Daumen zu drücken, dass die Marillen auch dem Hagel ein Schnippchen schlagen und wir Unmengen von ihnen nach Hause tragen dürfen. Für die Knödel und die Kuchen und die Marmelade. Und zum so Essen, bis die Bäuche platzen!

syl
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Sprachlos vor Wut Dienstag 2013-04-09

Montag-Morgen, Einser-Kastel im Standard, diesmal ein schlechter Start in die Woche. Berichtet Severin Corti doch von einem schier unfassbaren Gesetz. Wieder einmal geht's um Lebensmittel. Und wieder einmal profitieren die mit Geld und Macht und Einfluss.

  
Seit US-Präsident Barack Obama letzte Woche den Zusatz 735 zum Haushaltsgesetz unterzeichnet hat, haben Gen-Konzerne wie Monsanto quasi Narrenfreiheit. »Künftig können Gerichte selbst bei begründeten Zweifeln an der Umwelt- oder Gesundheitsverträglichkeit neuer genmanipulierter Produkte deren Anbau und Verkauf nicht verhindern.« Wie bitte?

Der Zusatz wurde offenbar anonym ins Gesetz geschwindelt, wie das passieren konnte, keiner weiß es. Monsanto-Lobbyisten feiern den Sieg, Bio-Bauern, Konsumentenschützer und wache Geister der Zivilgesellschaft sind über den »Monsanto Protection Act« entsetzt.

Auch wenn das Gesetz formal nur bis September gültig ist, es ist zu befürchten, dass sich Monsanto und Konsorten auch danach wieder irgendwie zu helfen wissen.

Quelle: Der Standard

Ruth
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Wir waren auf der ProWein und haben wie immer eine Trouvaille mitgebracht Donnerstag 2013-03-28

Die größte Weinmesse Europas, manche sagen der Welt, ist ein Muss. Für Winzer, Journalisten, Händler und natürlich auch für Agenturen wie uns. Drei Tage Düsseldorf, 4.783 Aussteller aus 48 Ländern und mehr als 44.000 Fachbesucher aus aller Welt. Mittendrin wie immer Frau Havel & Frau Petz. Sehr spannend.

Was war der Zweck der Reise? Für uns als Agentur stehen einerseits klarerweise unsere Kunden im Vordergrund. Für sie haben wir am Falstaff-Stand ein Tasting veranstaltet. 13 Winzer brachten ihr Herzblut, ihren Lieblingswein. Die Veranstaltung ist gut gelaufen, unser Termin für das kommende Jahr ist schon gebucht.

Ein weiterer Grund, auf die Prowein zu fahren, ist die Pflege unserer Kontakte und allgemein das Netzwerken. Nirgendwo sonst trifft man alle. Und wir haben getroffen, was das Zeug hält. Journalisten, internationale Weingrößen, österreischische Winzer, mit denen ein Treffen aus 1000erlei Gründen bis dahin nicht zustande gekommen war, Kolleginnen und Kollegen und natürlich auch Freundinnen und Freunde. Alle vereint im Wein.

Und zu guter Letzt ist selbstverständlich auch das Weinverkosten ein triftiger Grund. Auch die Weine unserer Winzer, wobei man sich hier mehrheitlich auf einen besonderen Tropfen beschränkt, damit Zeit und Gaumenfrische für die anderen seltener zu genießenden Dinge bleibt. Der VDP-Stand steht natürlich auf der Liste ganz oben. Ein Muss, und alleine für diese 100 besten Winzer Deutschlands könnten sämtliche Messetage aufgehen.

Dann gibt es aber auch noch die Winzer aus aller anderen Herren Länder. Die beste Auswahl findet sich immer am Feinschmecker-Stand und bei Smart Wines (Lieber Per, vielen Dank für das tolle Fest!) Ja, feiern muss man auch auf der ProWein. Und beim 20-Jahre-Smart-Wines-Fest gab es Musikvideos aus den 1970ern und 80ern. Alles klar, Herr Kommmissar?

Und so wie wir letztes Jahr die Weine von Ziereisen entdecken durften, entdeckten wir heuer die Weine von Lichtenberger-Gonzalez. Martin Lichtenberger ist Kellermeister bei Gernot Heinrich, Adriana Gonzalez Kellermeisterin bei Birgit Braunstein und Martin Pasler. Privat ist das junge Paar seit 2007 ein Paar. Seit 2009 macht es gemeinsam Wein, was der logische Schritt war. In Minimengen, weil's - noch - fast reine Liebhaberei ist und die großen Energien in die Weine der Chefin und der Chefs fließen. 4.500 Flaschen sind es heuer, von Lagen am Leithaberg. Alles fast gänzlich ohne Technik bereitet, mit den Füßen gestampft und im offenen Bottich vergoren. Back to the foots, sei's zu denen vom Leithaberg oder zu denen aus Spanien. Nur ein bisschen Schwefel darf sein.

Vier Weine werden gemacht. Leithaberg weiß und rot (Neuburger und Blaufränkisch), Muschelkalk weiß und rot (Grüner Veltliner und Zweigelt/Blaufränkisch). Der Favorit der Neuburger: zum Niederknien und Einlagern. Und trinken muss man ihn, vor allen Dingen trinken! Adriana, bitte um einen Karton!

www.prowein.de
www.lichtenbergergonzalez.at
syl

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Gläserner Facebook-Mensch Montag 2013-03-18

Möglicherweise sagt es ja schon etwas aus über mich, wenn ich einen für mich interessanten Zeitungsartikel erst fünf Tage nach seinem Erscheinen blogge und auf Facebook poste. Zumindest zeigt es, dass ich keine Hardcore-Bloggerin und -Facebookerin bin. Aber darum geht's hier gar nicht.

Wie im Standard am 13. März zu lesen war, lassen sich mit einer Computeranalyse der Likes von

FB-Userinnen und -Usern ziemlich genau Dinge wie Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung und politische Einstellung ableiten. Die Ergebnisse erbringt eine im Wissenschaftsmagazin »Proceedings of the National Acedemy of Sciences« (PNAS) veröffentlichte Untersuchung von 58.000 Nutzern in den USA.

So konnte aufgrund der Likes mit einer Trefferquote von 95 % festgestellt werden, ob jemand weiß oder afroamerikanisch ist, zu 93 % stimmten Mann-Frau-Unterscheidungen überein und ob ein Mann homo- oder heterosexuell ist, konnte zu 88 % richtig erkannt werden. Noch einmal zur Erinnerung, das basiert nur auf den verteilten Likes!

Was das ganze so interessant oder eher pikant und mühsam macht, ist die Tatsache, dass Behörden und Werbetreibende sich das zunutze machen. Und auch Drittapplikationen wie TripAdvisor, Groupon oder Amazon kennen sich damit aus. Und sammeln fleißig »Gefällt mir«-Daumen.

Quelle: Der Standard, 13. März 2013, Seite 30

Ruth

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Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

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Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

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Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

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Purple Wine
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