Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Weinbau - mögliche Rettung vor Spätfrost in Sicht Freitag 2017-08-11
Die 2017 durch Spätfröste entstandenen Schäden in der österreichischen Landwirtschaft sollen laut zuständigem Ministerium über 200 Mio. Euro ausmachen. Die Weinwirtschaft zählt zu den Hauptbetroffenen der Branche, manche Weingüter werden davon in ihrer Existent bedroht.
Trauben am Rebstock, die sich von Grün in Blau verfärben

Echte Abhilfe gab es bislang keine. Neben dem massiv umweltbelastenden Räuchern der Weingärten versucht man teilweise, die Reben mit Sprühnebel zu »beregnen«, damit die dabei entstehende Eisschicht die frischen Triebe der Rebstöcke schützt. Sehr oft ist alles vergebens.

Nun gibt es möglicherweise doch ein probates Mittel. Die deutschen Winzer Georg und Sandro Merkle vom gleichnamigen Weingut in Ochsenbach haben ein Heizdrahtsystem für Weingärten entwickelt und patentieren lassen, berichtet das österreichische Fachmagazin Der Winzer.

»Was nach einer einfachen Lösung klingt, ist im Detail schwierig auszuführen. Schließlich sollte das Heizsystem dauerhaft im Weingarten verbleiben und damit gewissen mechanischen Belastungen standhalten. Zudem galt es die sicherheitstechnischen Herausforderungen zu lösen und für eine möglichst gleichmäßige Erwärmung der Drähte zu sorgen. Das Vater-Sohn-Gespann Merkle scheint die Herausforderungen gemeistert zu haben und präsentiert nun ein patentiertes Heizsystem«, steht dort geschrieben.

Die Investitionskosten sind allerdings nicht unerheblich und sollen bei rund 10.000 bis 15.000 Euro je Hektar liegen, aber nach und nach reduziert werden. »Je mehr ­Betriebe teilnehmen, umso günstiger wird es,« so die Merkles.

www.der-winzer.at
syl
Geschmackvolle Forschungen Sonntag 2017-05-21
Sehr spannend, worüber so geforscht wird. So gibt es an der University of Oxford ein Zentrum für Experimentalpsychologie, das sich mit Marketing und Design um Zusammenhang mit Neurowissenschaften befasst. So weit, so gut. Charles Spence, der Leiter, beschäftigt sich unter anderem mit jenen Faktoren, die – Artikel in "Presse am Sonntag"

neben dem Geschmack – die Wahrnehmung von Speisen beeinflussen.

Das alles ist in der »Presse am Sonntag« (21. Mai 2017) zu lesen und wie ich finde äußerst interessant. Das dazugehörige Buch heißt »Gastrophysics. The New Science of Eating«. Spencer möchte mit seinen Forschungen herausfinden, was in uns vorgeht und was mit uns passiert, wenn wir essen. Und er meint: »Das reicht von den Hintergrundgeräuschen bis zum Gewicht des Bestecks. ... All diese Umstände beeinflussen nicht nur den Geschmack, sondern sind Teil des Geschmacks selbst.«

Ein paar der Forschungsergebnisse:
* Von roten Tellern zu essen machen früher satt.
* Auf weißen Tellern schmeckt's süßer, auf dunklen salziger.
* Mit der Erhöhung des Geräusches, das ein Konsument beim Öffnen einer Packung Kartoffelchips wahrnimmt, steigt der Eindruck der Knusprigkeit und Frische. Vor dem ersten Bissen wohlgemerkt.
* Erhöht sich das Volumen der Hintergrundmusik um 22 %, trinken die Gäste um 26 % schneller. (Aha, daher weht also der Wind der Dauerbeschallung in Lokalen!)
* Fast schon skurill: Ragt auf einem Packungsbild der Löffel von der rechten Seite in eine Schüssel, wird das Produkt um 15 % öfter verkauft als wenn der Löffel von links kommt.

Für die Lebensmittelindustrie sind solche Erkenntnisse natürlich Goldes wert. Es lebe die Manipulation! Was Charles Spence positiv stimmt: »Natürlich wollen die Lebensmittelkonzerne in erster Linie verkaufen. Aber sie haben erkannt, dass es dafür gut ist, dass sich die Konsumenten gesünder ernähren. Wer länger lebt, konsumiert länger.« Und: »Wir können helfen, indem wir verantwortungsbewusstes Verhalten unterstützen.«

Charles Spence, Gastrophysics. The New Science of Eating. Penguin UK. 2018 erscheint das Buch im Beck-Verlag auf Deutsch.

Ruth

Mis(s) Representation - eine Doku über das Frauenbild in den Medien Donnerstag 2017-04-20
Weil der Wäscheproduzent Palmers erst kürzlich mit einer Kampagne in den Negativschlagzeilen war. Weil das Thema grundsätzlich sehr hohe Relevanz hat. Weil wir uns kaum Gedanken darüber machen. Weil es an der Zeit ist, dass wir gemeinsam mit unseren Söhnen und Töchtern genauer hinsehen.
Ein Screenshot vom Abspann des Films mit dem Titel

Es geht in dieser aus dem Jahr 2011 stammenden Doku Miss Representation von Regisseurin Jennifer Siebel Newsom um das Frauenbild in den Medien und was es mit uns als Gesellschaft macht. Mit uns Frauen und unseren Töchtern, mit unseren Söhnen und natürlich auch mit den Männern. Es geht darum, dass Frauen in den Medien mit wenigen Ausnahmen einem optischen Ideal entsprechen müssen und speziell in der Werbung, aber auch in vielen Filmen und Serien als Objekt dargestellt werden. In Mis(s) Representation kommen viele Frauen (u.a. Geena Davis, Condoleezza Rice, Jane Fonda, ...) & Männer, Mädchen & Burschen zu Wort, die das Thema entsprechend diffizil und komplex aufgreifen und verstehen lassen.

Weil dieses Frauenbild, das zum Teil sehr politisch gesteuert ist, etwas mit  uns macht. Es lässt junge Männer zu Machos werden (ohne dass sie das sein möchten), weil man auf Frauen herabblickt. Es lässt Frauen sich als Objekte fühlen. Als Objekte, deren Wert geringer ist als der von Männern. Mit der fatalen Konsequenz, dass diese Frauen keine Führungspositionen anstreben. Objekte können nicht führen, Objekte werden geführt. Männer bleiben in der Führung, Frauen bleiben Sekretärin. Zuhause, im Unternehmen, in der Politik. Mit allen Konsequenzen für die Gesellschaft.

Der große Erfolg von Miss Representation hat aus der Doku die Bewegung The Representation Project erwachsen lassen. Es richtet sich an junge Leute, Lehrende, Coaches, NGOs und Unternehmen und möchte das Außen- und Selbstbild von Frauen und Männern zurechtrücken und auf die Medienmacher/innen Einfluss nehmen. Der zweite Film Jennifer Siebel Newsons beleuchtet übrigens als Pendant das Bild der Männer in den Medien und heißt The Mask you live in. Genauso wichtig und sehenswert!

Schauen Sie sich diese Filme mit Ihren Kindern – sobald sie in der Pubertät sind – an. Sie werden Sie hellhöriger und -sichtiger machen. Es sind wichtige Filme, die auch an den Schulen gezeigt werden müssen. Sie können die Gesellschaft verändern, hin zu einer besseren.

theepresentationproject.org
syl
Empfehlenswerter Winzer-Blog von Franz Reinhard Weninger Mittwoch 2017-04-12
Im Weinbereich gibt es unzählige Blogs, die meisten behandeln das Thema Weinverkostung und -bewertung. Der Blog von respekt-Winzer Franz Reinhard Weninger geht im Gegensatz dazu in die Tiefe des Winzerseins: seine biodynamisch gepägte Philosophie und was er wie in Weingarten und -keller lebt. Eine Zeichnung von Franz, auf der er die Reaktionen Oxidation und Reduktion darstellt
Wer an dieser Thematik interessiert ist, ist auf der Website von Franz bestens aufgehoben, siehe auch seinen letzter Beitrag. Dort geht es um Reduktion und Oxidation beim Wein, wie es dazu kommt und was es mit dem Wein macht. Prädikat wertvoll!
www.weninger.com/blog
syl
Alles, was schmeckt – ist in diesem Buch Mittwoch 2017-03-08
Ab und zu kommen wir in den unverhofften Genuss eines neu erschienenen Buches. Was uns sehr freut! Und so schreiben wir hier in unserer Bassena – mit immerhin 400 Zugriffen täglich – ab und zu kleine Rezensionen. Aber nur, wenn uns das Buch auch gefällt. Denn wir halten es mit positive writing.
Das Buch neben Zitronen und Ingwer auf einem Holztisch

Letztlich war es wieder soweit. Herzlichen Dank, liebe Heike Bräutigam, fürs Zusenden! Und da heute am Frauentag die Sperrfrist endet – erst dann darf berichtet werden – widmen wir sehr gerne ein paar Zeilen diesem super sympathischen, von zwei Amerikanerinnen verfassten Buch »Alles, was schmeckt«.

Es ist ein sehr schön und farbig illustriertes Kompendium. Liebevoll gezeichnet von der in Brooklyn, New York, lebenden Illustratorin Julia Rothman, unterstützt mit Texten von Rachel Wharton, einer Journalistin, die unter anderem für das Wall Street Journal schreibt.

In neun Kapiteln widmen sich die beiden der Geschichte und Herstellung von Tofu, Käse, europäischen und asiatischen Nudeln und Tascherln, Essig und Wein. Es geht um Street Food, Gewürze, Salz, Süßes, Fleisch und Fermentiertes, Obst & Gemüse. Reis, Schrot und Korn, Brot, Käse, Zitrusfrüchte, Küchenaccessoires und und und. Alles gut recherchiert, vieles auf Reisen, und so, wie Rothman schreibt, auch alles – bis auf die ganz wilden Dinge wie die Stinkfrucht – selbst ausprobiert.

Es ist ein Buch zum In-die-Hand-nehmen, In-der-Badewanne-Schmökern, Nachblättern und Ausprobieren. Ich werde ganz sicher die Challa nachflechten und den einen oder anderen Sandwich nachbauen. Hierfür gibt es g'schmackige Beispiele aus aller Welt, selbst aus Deutschland. Nur die Wurstsemmel fehlt. Warum wohl?

Alles, was schmeckt
Rothman, Julia / Wharton, Rachel
Verlag Antje Kunstmann
Preis: € 24,90
syl
Weitere Einträge:
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