Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Die Mirli ist wieder da! Montag 2017-09-11

Eigentlich eigenartig: Man sollte glauben, im Speckgürtel im Westen Wiens, wo - wie ich annehme - genügend genussfreudige Auswärtsesser/innen leben, gäbe es eine zumindest halbwegs gute Auswahl an ansteuerbaren Lokalen. Weit gefehlt. Oder mir sind diese Gaststätten nicht bekannt. Mag sein.

Mirli-Gebaeude
Wie auch immer. Die Nachricht, die mich im Frühsommer (oder war's noch früher?) ereilte, dass die Mirli wieder aufsperrt, kam mir außerordentlich zupass. Dass ich mit dem jetzigen Hausherren gemeinsame Schuljahre verbrachte, hat die Freude noch gesteigert. Und bevor ich dieses Refugium jetzt lobe
Mirli Gastraum
und preise: Danke Oliver! Auf Bild 1 das wunderschöne Gebäude, das zur Zeit allerdings nur für geschlossene Veranstaltungen seine Pforten öffnet. Wie es sich darin feiert, ist auf Bild 2 zu sehen. Noch bis 29. Oktober (Ende Sommerzeit!) ist aber die »Mirli im Garten« in Betrieb. Bei Schönwetter lässt es sich Freitag, Samstag und
Mirli im Garten, Jause beim Baum
Sonntag von 10 bis 22 Uhr chillen. Und wie! Irgendwie passt hier alles. Das entspannte Team, das die Gäste vom Salettl aus trotz Selbstbedienung umsorgt. Die kleine aber feine Karte, sowohl Speis als auch Trank. Die angenehme Musik, der freundliche Chef ;-). Und - und das ist großes Kino - die Lage, der Blick, die
Abendstimmung bei der Mirli
Landschaft, das Ambiente ... Ein echtes Hide-Away. Unbedingt kommen und genießen!

PS: Warm anziehen, im Wienerwald kann's ganz schön frisch werden!

PPS: Der Wirt betreibt übrigens auch das Ottakringer Landhaus, für das ich besten Gewissens ebenfalls eine Empfehlung aussprechen kann!

Die Mirli im Web. Ruth
Die Übergabeprofis: Das "Danach" für den Schwiegersohn Mittwoch 2017-09-06

Heute werfen wir einen Blick auf Peter, den vierten im Übergabe-Bunde. Als Ehemann von Johanna, der übernehmenden Tochter, ist er sozusagen der »unabhängige Quereinsteiger«. Wobei seine vermeintliche Unabhängigkeit natürlich sehr relativ ist.

Blaue Trauben in Arbeitshänden, die übergeben werden

Er kann sozusagen zwischen verschiedenen Rollen wählen. Jener des loyalen Ehemannes, der seiner Frau den Rücken freihält und sämtliche ihrer Entscheidungen mitträgt. Jener des außenstehenden Beraters, sei es ausschließlich für seine Frau oder auch als neutraler Vermittler zwischen den Parteien. Diese Rolle kann Peter allerdings nur dann gut einnehmen, wenn sie von allen Beteiligten akzeptiert wird. Und selbstverständlich steht es dem Schwiegersohn und Ehemann frei, als vollwertiger Mitspieler aufzutreten und seine eigene Zukunft somit mitzugestalten. Je nachdem, ob Herbert eine tragende Rolle am Weingut einnehmen möchte und wird oder nicht.

Wie auch immer Peter sich entscheidet, ein paar Tipps geben wir ihm mit:

* Peters Basis: ein klares Bild der eigenen Zukunft, das er mit seiner Frau abgestimmt hat.
* Für ihn besonders wichtig: genau hin- und zuzuhören und »zwischen den Zeilen« zu lesen. Als neues Familienmitglied fällt ihm das wahrscheinlich leichter als Johanna und ihren Eltern.
* Die laufende Kommunikation mit Johanna, um an einem Strang ziehen zu können.
* Achtung: Einzelgespräche mit den Eltern können hilfreich sein, allerdings muss das Vorgehen transparent sein. Sonst besteht die Gefahr, dass eine/r der Beteiligten ein subjektives Ungleichgewicht spürt.
* Ganz generell: offen und nachvollziehbar kommunizieren, das beugt nicht zuletzt der eigenen Instrumentalisierung vor.

Somit ist klar: Unabhängig davon, welche Rolle Peter nach der Übergabe am Weingut einnimmt, seine Rolle während des Prozesses kann er gut nützen, um unterstützend und ausgleichend zu wirken.

=> In unserem nächsten Beitrag geht es um den passenden Zeitplan für die Übergabe der konkreten Aufgaben am Weingut.
=> Hier alle Übergabe-Beiträge gesammelt.

www.uebergabeprofis.at
Die Trauben in Nachbars Garten Dienstag 2017-09-05

Spätsommer und Herbst, die schönste Zeit im Weingarten, die unzählige Spaziergänger rauslockt. Und die sie dazu verleitet, von den süßen Trauben zu naschen. Aber halt! Denn das, was die Wespe hier rechts tut, ist ein Eigentumsdelikt, Diebstahl. Die Trauben gehören den Winzern! Und nur ihnen.

Das Hinterteil einer Wespe, die Kopfüber in einer blauen Traube steckt

Und nein: »Es ist ja nur eine Traube« gilt nicht, denn bei hunderten Besuchern in den Weinbergen sind das hunderte Trauben. Der jährliche Schaden durch Traubendiebstahl in den Weingärten ist enorm, bitte um Respekt vor dem Eigentum der Winzer.

Und bitte auch nicht »nur eine Beere rauszupfen«. Der dabei austretende Saft lockt die Wespen an, und diese ruinieren die Beeren, siehe Foto.

Danke für Ihr Verständnis!

syl

Das schöne Inselleben Teil 2 – schön und zu hinterfragen Sonntag 2017-09-03
Die werte Kollegin hat ja etwas weiter unten schon ihren Inselbeitrag zum kroatischen Cres geleistet. Nun bin ich an der Reihe. Aus dem Bauch raus, und weil ich vor rund 20 Jahren schon einmal dort war, fiel die Urlaubswahl heuer auf den wunderschönen Ort Deià im Nordwesten von Mallorca. Auf »Malle« also, wie's so schön heißt.
Feine Zucchinestreife im Karrée, darauf ein Häufchen Fülle
Denn Mallorca ist auch, wie man weiß, Ballermann. Und so hat sich im Vorfeld etwas Unbehagen breitgemacht. Einerseits wegen des Ballermanns und andererseits, weil wir grundsätzlich aus Umweltgründen weniger fliegen wollten. Also haben wir zumindest kompensiert: 47 Euro, die für vier Flüge in Klimaprojekte fließen. Blick von der großen Terrasse auf Häuschen und Meer
Werfen Sie einen Blick rein, das Ergebnis ist spannend und bedenklich! So hat jede von uns mit diesem einen Flug fast ein Viertel des klimaverträglichen Jahresbudgets an CO2 pro Mensch verbraucht. Schluck! Aber, was geschehen ist, ist geschehen. Jetzt hieß es vor allen Dingen: Urlaub genießen!
In Valdemossa durch die Gässchen aus rotem Stein
Wir hatten ein wunderschönes kleines Haus für zwei mit Gästehäuschen für die Töchter unterhalb des Ortes in the middle of nowhere, wohin wir mittels Cheep über einen unbefestigen felsigen Weg durch steile Olivengärten samt Schafen gelangten. Ein Abenteuer per se. Und drei! Terrassen mit grandiosem Blick aufs Meer.
Eines der Schafe, die einem am Weg zum Häuschen entgegenkommen
Auch in unsere Bucht gelangte man über einen abschüssigen Weg. Nur zu Fuß und ganz schön fordernd. Unten angekommen war es atemberaubend schön, felsig und wild. Am Bild eine in den Felsen gehauene Bar, perfekt für den Sundowner. Und gegenüber ein uriges Fischrestaurant, ebenfalls zum Teil in den Stein gearbeitet.
Die Bar unten in der Bucht
Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert – falls man einen Tisch ergattert. Das Essen ist gut, nicht überragend, und der Platz beeindruckend. Die Straße in die Bucht Cala Deià ist gerade breit genug für ein Auto und windet sich in Spitzkehren den Berg hinunter. Jedes entgegenkommende Auto hieß Adrenalin pur und »Na servas!. Blick vom Restaurant aufs Meer und den Felsen in der Bucht
Es war ein Bade- & Erkundungsurlaub im Naturschutzgebiet Serra di Tramuntana, der bis zu 1.445 Meter hohen Gebirgskette. Valdemossa etwa, mit dem alten Kloster und seinen Gärten, in dem Frédéric Chopin und George Sand überwinterten, und der köstlichen Bäckerei im Zentrum. Oder das hübsche Örtchen Fornalutx.
Blick auf einen der Gärten im Kloster in der Sonne
Mallora ist wunderschön. Und es bricht einem das Herz, wenn man sieht, was der Tourismus dort anrichtet. Auf 876.000 Einheimische kommen jährlich 32 Millionen Besucher, die den Mallorchesen das Leben zum Teil unerträglich machen. Sanfter Tourismus ist für die meisten Besucher ein Fremdwort.
Ein knorriger Olivenbaum vor der Meereskulisse
Aber natürlich gehören immer zwei dazu. Wenn man den riesigen Flughafen sieht, ist alles klar. Kein Wunder! Er ist überdimensioniert und laut. Es bleibt den Leuten dort und in vielen anderen Tourismuszentren nur zu wünschen, dass sie die Geister, die sie riefen, zumindest zum Teil wieder loswerden. Ich fahr nimmer hin.
Die Terrasse beim Gästehäuschen mit Blick aufs Meer
syl
Luxus & Nachhaltigkeit Sonntag 2017-09-03

Luxus & Nachhaltigkeit – geht das zusammen oder ist es ein Widerspruch in sich? Dieser Frage widme ich mich in einer Kolumne im Von-Magazin, einem Lifestyle-Heft für die Upperclass. Die Herausgeber möchten hinter die Luxusgüter blicken und haben mich um einen Beitrag gebeten. Sehr gerne!

Ein Ausschnitt des Artikels mit der Überschrift "Luxus & Nachhaltigkeit"

Denn angesichts des Klimawandels und seinen drohenden Folgen – gerade an den massiven Überschwemmungen in Asien und in den USA beängstigend spürbar – müssen wir uns alle an der Nase nehmen. Die Paris-Klimaschutzziele gelten für jeden Einzelnen und jede Einzelne von uns, nicht nur für Staaten und Unternehmen. Was wir als Privatpersonen tun können, um unseren Kindern eine lebenswerte Existenz auf unserem Planeten zu sichern, möchte ich in meiner Kolumne aufzeigen.

Einen generellen Einstieg ins Thema gab es im Sommerheft. Im bald erscheinenden Herbstheft geht es darum, wie man das Reisen nachhaltiger gestalten kann. Denn vor allem Flugzeuge und (Kreuz-)Schiffe gelten als die größten Klimakiller überhaupt.

Hier geht's zum Pdf meines ersten Artikels

syl

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