Bassena - our weblog

Sorry, in German only

Sommer! Monday 2013-06-17

Jetzt ist er also da, der Sommer. Und wie. Die letzten Wochen hat er getan, als hätte man ihn abgeschafft, seit dem Wochenende holt er offenbar alles nach, was er im Mai vergurkt hat.

Und auch wenn sich sonst eigentlich nichts ändert, ist alles anders.

Der Geschirrspüler räumt sich in der Früh bei strahlend blauem Himmel und offener Terrassentür leichtfüßiger aus, die Wäsche katapultiert sich quasi wie von selbst in die Kluppen, kochen im Bikini macht einfach mehr Spaß als in Wollpatschen. Im Büro freuen wir uns endlich über unsere kühlen Altbauräume statt uns über die eiskalten Temperaturen zu beschweren. Und die abendlichen Arbeitssessions fühlen sich bei lauen Temperaturen im Freien auch irgendwie besser an. Kurz und gut: Ich liebe den Sommer!

Und das meint Joe Cocker dazu.

Ruth

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Plötzlich ist alles Johanni Sunday 2013-06-16
Hätte man mich vor drei Monaten gefragt, wann »Johanni« ist, ich hätte - so wie Sie jetzt auch - wohl googeln müssen. Lostage hin oder her, keine Ahnung, warum und wann sie begangen werden. Dieses alte Wissen ist uns abhanden gekommen. Zeit, uns zurückzubesinnen. Und sei's nur für dieses fruchtige Ding da rechts.

Mit unserem großen Fest »Respekt Johanni« am 23. Juni ist jetzt aber soundso alles ganz anders, plötzlich steht alles, aber wirklich alles - also fast - im Zeichen dieses Tages. Und jetzt auch noch diese Torte! Gestern im Freizeit-Kurier entdeckt: die »Johannistorte«! Sie schaut so unendlich gut und saftig aus, so, dass man sie beim Sehen schmeckt. Nur leicht süß ist sie und so zart säuerlich, dass sie am Gaumen schmilzt und man mit ihr.  »Danke, Heidi Strobl«, sag eine, die so gut wie nie Desserts isst. Aber diese Torte, die muss sein. Einkaufszettel ist fertig!
Quelle: Freitzeit-Kurier, 15. Juni, Seite 68
syl
Slow Mood Wednesday 2013-06-12
Eine kleine Schnecke hoch oben am Apfelbaum. Es wird wohl ein wenig gedauert haben, bis sie dort angelangt ist. Kennengelernt haben wir einander vergangenes Wochenende im Waldviertler Rapottenstein. Wohin wir raufgefahren sind, um runter- zukommen. Mit Hilfe eines

grandiosen Lehrmeisters, mit dem wir uns tatsächlich fast auf Schneckenlangsamkeit einbremsen konnten. Was dringend nötig war, haben wir doch einander und uns selbst die Tage und Wochen davor ständig überholt.

Horst Rinnerberger heißt er, und er ist der, der uns auf unserem Yogapfad begleitet. Oder besser gesagt auf unseren Yogapfaden. Er lehrt in seinem Studio Pureyoga bei der Hietzinger Kennedybrücke Ashtanga, eine sehr dynamische Yogaform, wobei das »Geturne« nur einen Teil von Yoga, das eine Lebensphilosophie ist, ausmacht. Yogische Atem- und Reinigungstechniken sind ebenso Teil wie noch so manch anderes. Was wir dort so an »Kriyas«, Reinigungstechniken, gemacht haben, wollen wir hier übrigens nicht näher erklären. Es hat uns auf jeden Fall selbst erstaunt, wozu wir »fähig« waren und noch immer sind.

Wir danken Horst für ein paar gute Tage, während derer wir uns selbst wieder ein wenig näher gekommen sind. Und sollte jemand auf die Idee kommen, jemals »Yoga schnuppern« zu wollen, Horst is the one and only!

www.pureyoga.at
syl
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Das Respekt Johanni als ÖkoEvent Thursday 2013-06-06

Das Respekt Johanni 2013 hat für seine umweltfreundliche Ausrichtung das Prädikat "ÖkoEvent", eine Dachmarke der Stadt Wien, erhalten.
Deshalb wird beim Winzerfest - heuer am Weingut Wieninger - besonderes Augenmerk auf Kriterien wie Abfallvermeidung, den Bezug von regionalen und biologischen Lebensmitteln oder die Verwendung von Mehrwegverpackungen und -Geschirr gelegt.

 oekoevent, respekt, johanni

Bei Fahrgemeinschaften von 5 Personen wird außerdem der Fahrer mit gratis Eintritt belohnt, und für genug Fahrradabstellplätze wird gesorgt sein.

Aber überzeugen Sie sich am besten selbst:
Respekt Johanni 2013
Sonntag, 23.06. von 11.00 bis 23.00 Uhr
Weingut Wieninger, Stammersdorfer Straße 31, 1210 Wien
VVK € 40, Tageskassa € 50 (Eintritt unter 16 Jahren frei) unter johanni@respektgroup.at

Nähere Informationen zum Event: www.respekt.or.at

anna
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Zitrustage in Schönbrunn Sunday 2013-06-02
Manche Postings brauchen einfach etwas länger. Speziell dieses hier, das sich auf die Schönbrunner Zitrustage, die von 17. bis 21. Mai stattgefunden haben, bezieht. Vielleicht, weil sich die Tochter im Vorfeld gar so geziert hat? Knappe 14 Jahre und Zitrusfrüchte! Das wollte aus ihrer Sicht  nicht und

nicht zusammenpassen. Noch weniger konveniert hat der ausgedehnte Fußmarsch quer durch die Schönbrunner Schlossanlagen. Kurz, die Stimmung war im Keller. Aber schon nach ein paar Minuten in der Orangerie zwischen und unter wundersamen Zitrusbäumen hat sich das Blatt gewendet. Dank Katharina Seiser, die  nämlich nicht nur gut übers Essen schreiben, sondern auch gut darüber reden kann. Und dank dieser schönen Bäume mit den gelben, orangen, gestreiften, grünen, verwuzelten, glatten, verzweigten, runden, ovalen und was auch immer Zitrusfrüchten und den grünen, gestreiften, kleinen, großen, verzweigten und was auch immer Blättern. Einfach: schön!

Die Schönbrunner Zitrustage werden offenbar bereits seit 2001 jährlich durchgeführt. Aber erst heuer sind sie mit Katharina bei uns am Radar aufgetaucht. Und mit ihnen viele großartige Zitrus-Sorten, die wir maximal vom Hörensagen kannten, weil sie hierzulande nicht erhältlich sind. Wir haben erfahren, dass Grapefruits keine Pampelmusen sind, die Pampelmusen mit den Zedratzitornen, Mandarinen und Ichang-Papedas aber die Ur-Mütter und -Väter aller Zirtusfrüchte.

Wir haben gelernt, dass Kreuzungen ein- und derselben Elternfrüchte unterschiedliche Sorten hervorbringen können, je nach Dominanz der einen oder anderen Frucht. So stammen die Orange und die Pomeranze (Bitterorange) von der Pampelmuse und der Mandarine ab. Andere auch noch, aber die habe ich vergessen. Und dass die Mandarine, die wir im Supermarkt kaufen, meist gar keine Mandarine sondern eine Satsuma oder Clementine ist. Was wir allerdings wussten. Und dass beide Orangen-Mandarinen-Hybriden sind. Was wir wieder nicht wussten.

Nicht wussten wir das meiste. Unter anderem, dass die Orangerien der Schlösser dieser Welt tatsächlich der Zucht von Orangen- und anderen Zitrusbäumen dienten, weil den Adeligen fad war. Und sie zum Zeitvertreib und ausschließlich wegen der Schönheit dieser Bäume und ihrer Früchte diese kultivierten. Besser Orangerien als »Kopf ab«, was sie ja leider auch kultivierten, bis sie dann irgendwann selber an der Reihe waren.

Was wir wieder wussten: Dass Katharina nichts von reiner Theorie hält, weshalb es viele der erwähnten und leider bei uns nicht erhältlichen Zitrusfrüchte zu verkosten gab. Wiederum dank Heimo Karner, Orangeriegärtner, der viele Raritäten im Kronprinzengarten in Schönbrunn züchtet und die Bäume jährlich in die Orangerie karren lässt. So konnten wir auch die wundersame »Buddas Hand« (zu sehen im Posting bei Katharina auf esskultur.at) genießen. Genießen im wahrsten Sinne des Wortes. Sie ist so unglaublich aromenreich, dass ein winzigkleines Stückchen Schale und Albedo (das weiße Mesokarp - noch ein Fremdwort, also das weiße schaumige Gewebe - zwischen Schale und Fruchtfleisch) ausreicht. Die war der Favorit der Tochter, meiner war eine andere Frucht. Ich glaube die, der auch Heinz Reitbauer so ergeben ist. Katharina, was war das noch einmal?

Auf jeden Fall wird's nächstes Jahr keine Töchter-Diskussionen mehr geben, die Zitrustage 2014 sind fix gebucht. Also danke schön, Katharina!

Aja, wer's bis dahin nicht erwarten kann, kann vieles im neuen Kochbuch nachlesen: »Citrus«. Luzia Ellert, Gabriele Halper, Katharina Seiser. Collection Rolf Heyne. ISBN 978-3-89910-534-6

www.esskultur.at
syl

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 HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!