Bunte Rüben und Kraut in einer Holzschale

Bassena - unser Blog

Grätzel-Mittagspause Dienstag 2017-02-28

Haben wir schon einmal erwähnt, ich welch wunderbaren Grätzel wir unser Büro haben? Diesseits und Jenseits der Schneise Mariahilfer Straße gibt es wahrlich viele Lokalitäten, um sich den Magen vollzuschlagen, einen gepflegten Drink zu nehmen, den Nachmittagskaffee zu genießen oder einfach nur abzuhängen (wozu

Eingang Pizza Bros

die Zeit meist leider nicht reicht). Heute hatte ich Gelegenheit, gleich zwei Mini-Lokale zu testen, die beide neu für mich waren.

Ersteres die generell eher neue Pizzeria Bros. Pizza in der Zollergasse. Zur Probe gelangte zum einen die Pizza »La Buffalina«,

Bros. Pizza

klassisch mit frischen Tomaten, Buffala, Basilikum. Sehr fein! Noch besser, weil halt doch irgendwie anders, war »Die heiße Ziege« mit gebratenem Blattspinat und frischem, lauwarmem Ziegenkäse.

Danach zum feinen Dessert einmal um die Ecke ins Tart'a Tata in der

Tartatata Wandbild

Lindengasse. Die »Tarte aux framboises« so delikat wie sie klingt, der doppelte Espresso richtig gut. Das Lokal selbst eine gelungene Mischung aus Shabby-Schick, gemütlich und doch stylisch (siehe silberne Wand!).

Zwei richtig nette Entdeckungen, die sich auch zwischendurch einschieben lassen.

Tartatata Kaffee
www.pizzabros.at

gasthaus-sapa.at


Ruth

Auch heuer kein Leilei! Dienstag 2017-02-28

Oder glaubt jemand im Ernst, wir würden ihm dieser Tage mit Zylinder und Krönchen die Tür öffnen? Mit Prosecco und Wurstbrötchen empfangen? Mit Luftschlangen werfen?

Mitnichten! Aber nur an diesem Tag können wir das Foto da rechts verbraten. Und uns darüber freuen, dass einen niemand zwingen kann, Villacher Fasching zu schauen. Dass wir nicht in die Eiserne Jungfrau kommen, wenn wir Helau! und Lei Lei! verweigern.

 Sylvia Petz mit Zylinder und Ruth Havel mit Krone

Dass wir in einem freien Land leben. Dass endlich der Frühling kommt. Und mit ihm alles, was dazu gehört. Ein Helau allerdings, eins geht durch. Das von Nirvana: Helau, Helau, Helau.

Und dann öffnen wir eine wirklich gute Flasche Wein. Und trinken auf das Leben und darauf, dass es auch ohne Fasching viel Spaß für uns bereithält. Und viel Genuss. Immer wieder und wieder!

Foto: Citronenrot
ruth & syl
Empfehlung: Pollans Filmreihe »Cooked« Freitag 2017-02-17
Als vor vielen Jahren der Receiver für unseren alten Röhren-Fernseher den Geist aufgab und niemandem das »Fernsehnschaun« abging, haben wir's dabei belassen. Zuhause herrscht seither tv-freie Zone, abundzu unterbrochen von einem Film aus der TVthek oder auf Netflix.
Ein Screenshot aus dem Film - eine Aborigines-Frau mit einem gerade erlegten Leguan

Serien sind tabu, aus Selbstschutz. Ich kenne sie alle nicht, »House of Cards«, »Game of Thrones«, »Six Feet Under« und wie sie alle heißen. Denn Serie heißt: »Dauert ja nur 20 Minuten, eine Folge geht noch und schon findet man sich im Morgengrauen wieder.« Die Lösung ist ab und zu ein guter Film auf der Couch mit einem guten Glas Wein und Rundumwohlbehagen.

Vor kurzem bin ich auf COOKED gestoßen, eine vierteilige Reihe des hochgeschätzen Michael Pollan über die Evolution unserer Nahrung. Er geht ihr in COOKED auf Basis der vier Elemente Feuer (Fleisch), Wasser (Kochen mit Flüssigkeit), Luft (Brot) und Erde (Fermentation) auf den Grund. Dabei reist er in der jeweils eine Stunde dauernden Folge in die Vergangenheit und verweist von ihr auf die Gegenwart. In Teil eins - Fire - erklärt er unter anderem, warum wir warme Nahrung (für unsere Gehirn!) benötigen und zeigt den Zu- und Umgang der Menschen unterschiedlicher Lebensformen mit Fleisch. Am Bild sieht man einen gerade erlegten Leguan am Weg zu seiner Zubereitung durch eine Aborigines-Frau.

In allen Folgen geht es neben der ursprünglichen Herstellung unseres Essen darum, dass wir den Kontakt zu unserer echten Nahrung verloren haben, und mit ihr zu unseren Traditionen. Und wie wichtig es ist, diesen Kontakt wiederzufinden: für die Erhaltung unserer Kultur und unserer Lebensgrundlage Natur, deren Teil wir sind.

COOKED ist unterhaltsam, lehrreich – selbst für unsereins, die wir in dieser Materie zuhause sind – und unterlegt mit wunderschönen Bildern. Prädikat wertvoll!

syl
Triple A – mein Rating für den Mühltalhof Samstag 2017-02-11
Das erste Mal war es mit der fabulösen respekt-Gruppe, dass ich im Mühltalhof einkehren durfte. Es waren damals – im Winter 2015 – so rundum gute Tage, dass klar war, dieser Besuch würde nicht der letzte gewesen sein. Vor kurzem war es endlich wieder soweit. Zeitgemäß sind wir mit der Bahn angereist.
Der Mühltalhof von der teilweise zugefrorenen Mühl aus gesehen

Schon alleine die Fahrt von Linz nach Neufelden ist höchst empfehlenswert. Der Zug dorthin besteht aus der Lok, die gänzlich mit Grafiti bemalt ist und nur hält, wenn jemand zu- oder aussteigt. Die Route führt malerisch durchs Mühlviertel, mitten durch den Wald an einem Bach entlang. Man fühlt sich zeitversetzt und bereits hier entspannt. Am Bahnhofshäuschen angekommen ging's ein paar Schritte durch den Schnee zum Hotel. Eindrückliches Reisen mit unseren Spuren von hier nach dort.

Der Empfang war herzlich wie gewohnt, Johanna Rachinger-Eckl ist die perfekte Gastgeberin. Während unsere Koffer aufs ZImmer gebracht wurden, konnten wir ein kleines Neufeldner Bier im Stüberl vor dem Kamin genießen und überlegen, wie wir das mit dem Saunagang halten würden. Der Spa-Bereich liegt in der unteren Etage des Hauses, der Ruheraum mit aufschiebbarer Glasfront direkt vor der Mühl, die in diesem Teil aufgestaut ist und wie ein ruhiger zugefrorener See vor uns lag.

Nach der reinigenden Sauna war's Zeit fürs große Menü mit Weinbegleitung. Wir teilten unseren Tisch mit einem Ehepaar in Ruhestand, Stammgästen. Mit genügend Raum zwischen uns für Privatsphäre und genügend Nähe für hin und wieder ein humorvolles Plauscherl. Besonders als wir die sagenhaft gute Blunznvorspeise serviert bekamen, die die beiden nicht erhalten hatten, mussten wir uns intensiver austauschen. Der aufmerksame Service bekam's mit und hat die Blunzn als späten Gruß aus der Küche nachgebracht. Wie schön! So ging's durch den Abend. Ein Festmahl von Vater und Sohn Rachinger. Ein Hoch auf die beiden!

Selbstverständlich wird hier regional und saisonal gekocht, ohne Tomaten oder Erdbeeren im Winter. Nicht umsonst zählt der Mühltalhof zu den nachhaltigst wirtschaftenden Betrieben Österreichs und sind beide Küchenchefs Mitglied beim Kochcampus. Die Weinbegleitung – weil die Sommelière erkrankt war, diesmal von Johanna persönlich – war mehrheitlich österreichisch, unter anderem von Lieblingswinzer Claus Preisinger.

Unser Zimmer ein moderner behaglicher Raum mit Schneeluftschnuppern bei geöffnetem Fenster und vollkommender Stille. Ab und zu konnte man die schräge bemalte Lok gegenüber den Berg entlang fahren sehen.

Das nicht endend wollende Frühstück mit selbst geräuchtertem phantastischen Saibling - ich glaube, ich habe ihn vom Buffet nach und nach ganz alleine verdrückt - großartigem eingerexten Gemüse und einem Wake-up-Champagner am sonnenbeschienenen Fenstertisch. Schön!

Abschließend – vorm jetzt aber wirklich letzten Glas Champagner – noch ein entspannter Spaziergang rüber zur Heim-art-Station mit ihren beeindruckenden Installationen von Johannas Mann Joachim Eckl und - mit Johannas Erlaubnis - der Erkundung des faszinierenden Geländes. Pflichtprogramm beim nächsten Besuch!

Triple-A-Rating für den Mühltalhof! Für den herzlichen Empfang & die allumfassende Gastfreundschaft, das entspannte stilsichere Ambiente und die kulinarische & vinophile Beglückung! Vielen Dank für alles!

Hotel-Restaurant Mühltalhof
Unternberg 6, 4120 Neufelden
Tel.: +43 7282 6258, E-Mail: reception@muehltalhof.at, www.muehltalhof.at
syl

Foto © Mühltalhof

Stammlokal im 9. Montag 2017-01-16

Schön langsam kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass das »Wine & Dine« von Joseph und Chenli Kiang in der Grünentorgasse zu meinen Stammlokalen gehört. Oder besser gesagt mein einziges Stammlokal ist. Für manch »wahre« Stammgäste mag ein Besuch pro

Kiang Wine and Dine - Blick in die Kueche

Monat für diese Zuschreibung zu wenig sein. In meiner Welt ist diese Frequenz zweifellos Stammlokal-tauglich. Mein Faible für das Kleinod im Servitenviertel basiert auf mehreren Komponenten. Die da wären: die unglaublich herzlichen Gastgeber/innen. Die unglaublich 

Kiang Wine and Dine - Oktopussalat

nette Atmosphäre. Die unglaublich spannende (und laufend wechselnde) Weinkarte. Und selbstredend die unglaublich köstlichen Gerichte. Wie zum Beispiel mediterran anmutenden Oktopussalat, Hühnerinnereien (!), Quallensalat (!), scharfe Ganbian-Fisolen oder Fladenrolle mit

Kiang Wine and Dine – Huehnerinnereien

gebratenem Lammfleisch und Lauch. Bestellt wird prinzipiell gar nicht, egal in welcher Runde, wir verlassen uns immer voll und ganz auf die Kiang'schen Empfehlungen flüssiger und fester Natur. Und damit fährt man ausgesprochen gut. Besonders gefreut haben wir uns diesmal über den 2015 Binger Riesling vom Quarzit vom Weingut Riffel in Rheinhessen. Wie schön, wenn man unverhofft auf Weine unserer Kunden stößt. Wer noch nicht dort war ist selber schuld und kann das natürlich jederzeit ändern. Wärmste Empfehlung!

www.kiangwine-dine.com


Ruth

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