Marillenblüte im April 2015

Bassena - unser Blog

Textil-Detox Mittwoch 2016-07-06
Für mich als Konsumentin gibt es zig Themen, die mich beschäftigen oder zumindest beschäftigen sollten. Da geht es zum Beispiel um Herkunft, Inhaltsstoffe und Erzeugung von Lebensmitteln. Da geht es um Transportwege von Produkten aller Art, um menschenwürdige Arbeitsbedingungen oder faire Bezahlung. Oder um Gift in unserer Kleidung. Das Detox-Catwalk-Sujet: weiße Schrift auf dem Gesicht einer asiatischen Frau
© www.detoxcatwalk.de
Die Umweltschutzorganisation Greepeace bewertet auf der Online-Plattform Detox-Catwalk 19 Modemarken anhand des Einsatzes giftiger Chemikalien.
Greenpeace hat die »Detox my Fashion«-Kampagne im Juli 2011 gestartet. Im Rahmen der sogenannten Detox-Verpflichtung geht es um die Eliminierung von schädlichen Chemikalien bis zur 2020-Deadline. 76 internationale Modemarken, Händler und Lieferanten konnten bereits gewonnen werden, mitzumachen.

Allen voran gelten Benetton, Inditex (Zara, Bershka, Massimo Dutti u.a. Marken) und H&M als Vorreiter und haben bereits den Status »Avantgarde« erreicht. »Im Wandel« sind unter anderem C&A, G-Star, Mango, Valentino, Puma oder Adidas. Die Ziele vermutlich nicht erreichen bis 2020 werden zum Beispiel Esprit oder Nike. Doch sind sie immerhin Teil der Kampagne. Marken wie Diesel, D&G, Versace oder die LVMH Group schaffen nicht einmal das. Gefällt mir gar nicht!

Auch wenn's wieder ein Thema mehr ist, über das wir uns den Kopf zerbrechen sollten, Gift an die eigene Haut zu lassen ist definitiv keine gute Idee. Ganz abgesehen davon, dass irgendjemand unsere giftige Kleidung herstellt. Und das ist sicherlich ebenfalls nicht sehr gesundheitsförderlich.

Die Catwalk-Kriterien im Detail als PDF

Ruth

Plötzlich Winzer! Wie Generationenübergabe am Weingut funktionieren kann. Teil 1 Sonntag 2016-03-27
Die einen möchten noch nicht wirklich loslassen, die anderen stehen bereits in den Startlöchern. Die einen hängen am über viele Jahre aufgebauten Lebenswerk, die anderen kommen mit neuen Ideen und wollen nicht selten alles »anders« machen. Eltern und Kinder im Spannungsfeld. Überblick Generationenübergabe
Beim Thema Generationenübergabe in Familienunternehmen – und dazu gehören auch fast alle Weingüter hierzulande – spielen sich verschiedene Prozesse auf verschiedenen Ebenen ab. Wie zum Beispiel finanzielle, rechtliche, steuerliche, betriebswirtschaftliche. Die Basis, damit eine Übergabe für alle Beteiligten positiv verläuft, ist aus unserer Sicht der Prozess auf der persönlichen, der emotionalen Ebene.

Was macht die Übergabe eines Familienunternehmens denn eigentlich so besonders, oder so heikel? Die Eltern sind gefordert, ihr Lebenswerk, mit dem sie sich stark identfizieren, loszulassen. Darauf zu vertrauen, dass die Jungen es gut weiterführen. Die wiederum wollen »ihr eigenes Ding« machen und Neues ausprobieren und umsetzen. Der Wunsch nach raschen Veränderungen ist oft groß. Auf beiden Seiten gibt es große Emotionen: Ängste, Hoffnungen, Sorgen Wünsche, aber auch Zuversicht und Mut.

Ein weiterer Punkt sind die Verstrickungen zwischen Familie und Unternehmen. Die privaten und beruflichen Rollen sind nicht immer klar zu trennen, das kann zu Konflkten und Spannungen führen. Was hilft? Transparent machen und darüber reden!

Was die Sache im Weinbau zusätzlich besonders macht, ist die Tatsache, dass heute gepflanzte Rebstöcke erst nach vielen Jahren guten Wein erbringen. Dass man also als Winzer oder Winzerin lange Zeit und für die nächste Generation vorausdenkt und investiert. Da wäre es natürlich schön, wenn der Sohn oder die Tochter das wertschätzt und im Sinne der Eltern entsprechend weiterführt.

Es gilt: Nur wer das Weingut verändert und modernisiert, kann es bewahren und wirtschaftlich erfolgreich machen. Nur dort, wo die Alten sich wirklich aus dem Unternehmen zurückziehen, können die Jungen ihren eigenen Weg gehen. So paradox es klingen mag: Wer sein Lebenswerk erhalten möchte, muss es loslassen und mit aller Konsequenz übergeben können.

Die wichtigste Basis in diesem Spannungsfeld ist der respektvolle und wertschätzende Umgang miteinander. Dazu gehört es, miteinander zu reden. Und dazu gehört es, einander zuzuhören. Am besten offen und unvoreingenommen.

Ruth

Faszinierendes Handwerk - in einer chinesischen Nudelmanufaktur Freitag 2016-03-25
Slow food vom Allerfeinsten und Schönsten. Dieser transparente Vorhang hier rechts besteht aus Nudeln. Händisch geformt aus einem Riesenpatzen Mehl und Wasser, über Tage bearbeitet und gezogen. Echtes Kunsthandwerk in einer chinesischen Nudelmanufaktur, Know how und Gefühl. Dies alles soll bitte nie verloren gehen. Der Nudelmacher vor einem Vorhang voller feiner Nudeln
Schauen Sie sich diesen faszinierenden Film an. Der Ton schmerzt zwar in den Ohren, aber er lässt sich ja einfach wegklicken. Es ist eine Freude fürs Auge!
Hier geht's zum Video, Dauer 3,24 MInunten.
syl
Gewusst wie! Brot backen für zuhause. Samstag 2015-10-17

Barbara van Melle, die umtriebige und unglaublich engagierte Chefin von Slow Food Wien, hat sich auf die Reise gemacht. Zu den zwölf besten Bäckern des Landes. Weil der Duft eines frischgebackenen Brotes für sie zum besten überhaupt gehört und sie dem echten Brotbäckerhandwerk auf den Grund gehen wollte.

Das Buch auf dem Brotsackerl mir zwei Handsemmeln

Sie hat daraus ein Buch gemacht: »Der Duft vom frischen Brot«. Die darin porträtierten Bäcker verbindet, dass sie ihren Beruf mit großer Leidenschaft ausüben. Dass sie für das Handwerk und die hohe Qualität ihres Brotes stehen und sie wie in alten Zeiten schon in aller Herrgottsfrühe in der Backstube werken. Weil sie eben nicht in den großen Sack greifen, fertige MIschungen mit Wasser und Hefe anrühren und in den Ofen schieben. Sondern, weil sie noch oder wieder richtig backen und sich um ihren wertvollen Sauerteige kümmern, die immer am Leben erhalten werden müssen und ihre Brote zu dem machen, was wir so lieben. Duftend, außen knusprig, innen mollig, voller Geschmack und Substanz und über viele Tage haltbar.

Diese Bäcker sind echte Ausnahmeerscheinungen in Zeiten industrialisierter Broterzeugung, Backmischungen und im Supermarkt fertiggebackener tiefgefrorener Weckerl und Brotlaibe. Sie stehen gegen das vielzitierte Bäckersterben und bereichern als Pioniere oder Quereinsteiger die Branche.

Barbara hat sie alle besucht und nach ihren Rezepten die Brote zuhause nachgebacken. Das war ihr wichtig, dass alles auch mit dem ganz gewöhnlichen Haushaltsherd funktioniert, für den es eine einzige Bedingung gibt: Er muss auf 250 Grad heizbar sein. Dann funktioniert alles. Und Steine braucht man. Warum ist im Buch nachzulesen.

So wie Barbara muss am einfach ans Werk gehen. Auch um die Scheu zu verlieren, vorm »richtigen« Brotbacken. Wofür man keine speziellen Öfen benötigt, in die man oben alles reinwirft und wo dann unten das fertige Brot rauskommt.

Am Freitag war Barbara auf Buch-Signier-Tour in drei Wiener Buchhandlungen, jeweils mit einem anderen der porträtierten Bäcker und Kostproben aus seiner Backstube. Ich hatte das Glück, auf Josef Schrott zu stoßen, der seine Bäckerei auf der Mariahilferstraße 159 betreibt. Es gab ein himmlisches Eräpfelbrot - Kindheitserinnerung!, Handsemmeln, genauso wie sie sein sollen, und flaumige Briochekipferl. Josef Schrott bietet übrigens immer wieder einmal Führungen durch seine Backstube, was wir sehr gerne einmal mitmachen werden. Und das Erdäpfelbrot steht schon auf der Ich-backe-mir-ein-Brot-Liste.

»Der Duft von frischem Brot«, siehe Brandstätterverlag
www.slowfood.wien
syl

Adam and his family Montag 2015-09-21

Das ist der kleine Adam. Er, seine sechsjährige Schwester Melak und seine Eltern sind vorgestern am Wiener Westbahnhof im kids corner gelandet. Einer Einrichtung für Flüchtlingsfamilien mit Kleinkindern, die von einer Schar Freiwilliger rund um Roland Reisinger betreut wird und von Spenden lebt.

Der kleine schlafene Adam in einer rosa Decke

Adam hat es nach 20 Tagen Reise aus dem Irak hierher geschafft, die letzten Tage ist er krank gewesen. Seine Mutter, eine unglaublich hübsche Frau, die es trotz aller Strapazen irgendwie schafft, gepflegt auszusehen, hat beim Füttern geweint. Dann hat sie ihre Kinder im kids corner zurückgelassen, um mit ihrem Mann eine Schlafmöglichkeit zu suchen und die Weiterreise nach Zürich zu ihren Verwandten zu klären. Der unruhige Adam wurde in der Zwischenzeit mit einer sanften Bauchmassage in den Schlaf gelullt. Melak war mit ihrer Banane und Apfelsaft glücklich, die Eltern haben nichts genommen.

Adam und Melak stehen sinnbildlich für eine Unzahl von Kindern auf der Flucht. Gestern etwa war Ruha da, ein syrisches Mädchen mit ihren Geschwistern. Adam, Melak und Ruha waren »meine« Kinder, sie habe ich besonders ins Herz geschlossen, neben der wilden Elfmonatigen, deren Namen ich nicht kenne und die alle auf Trab hält.

Die Stunden, die diese Familien hier verbringen, sind ungewiss. Keiner weiß, ob Züge nach Deutschland gehen und falls ja, wann. Und wenn doch, dann ist der überfüllte und teilweise chaotische kids corner plötzlich auf einen Schlag wieder leer. Dann sind Adam, Melak und Ruha wieder weg, mit einem kleinen Stück meines Herzens. Nur die Kleine ist da, sie gehört zu einer der zahlreichen arabischsprachigen Übersetzerinnen, die in Wien leben und ihre Hilfe anbieten. All diese Kinder, unter ihnen viele Babies, kommen aus dem Chaos und ziehen in eine ungewisse Zukunft. Aber zumindest in eine friedliche. Hoffentlich.

Hut ab vor all den Leuten, die im kids corner und im riesigen Kinderfreunde-Parkdeck für die Familien mit größeren Kindern fast rund um die Uhr ehrenamtlich arbeiten. Hut ab vor den Leuten von der Caritas und der unglaublichen Logistik, die sie dort aus dem Boden gestampft haben, Projektmanagement par excellence. Hut ab auch vor der ÖBB, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und mit ihren Zügen flexibel ist. Hut ab allen und danke!

Und falls jemand im kids corner mithelfen oder Spenden vorbeibringen möchte, am besten über die Facebookgruppe informieren.

syl
Weitere Einträge:
1  2  3  4  5  6  7 


Bookmark and Share

ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
f +43 (1) 581 13 50
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at



* Wir kommunizieren und bringen Sie in die Medien!

* Wir positionieren Ihr Unternehmen und bringen Ihre Einzigartigkeit auf den Punkt!

* Wir beraten und begleiten Sie und Ihr Team für ein nachhaltiges Unternehmertum!

MEHR unter diesem LINK.