Rote geerntete Trauben in grünen und blauen Plastikbehältern in Weingarten

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Cidre! Geht immer, auch in der Fasterzeit. Sonntag 2018-03-04

In Frankreich hat man Cidre immer schon getrunken, auf den britischen Inseln den Cider. Meinereins trinkt dort den knochentrockenen und nicht süßlichen, wann immer ich dazu Gelegenheit habe (in Pubs). Nun fasst diese köstliche Getränk endlich auch bei uns Fuß. Maximal 5 % Alkohol darf Cidre in Österreich haben.

Zwei gefüllte Gläser neben der Flasche mit dem Cider vom Biohof Fischer

Ist's mehr, fällt er unter das Schaumweingesetz und bekommt 15 % mehr Steuer aufgebrummt. Eine Idiotie des heimischen Steuergesetzes, das nur für inländische Sprudel und nicht für ausländische gilt, weshalb diese verhältnismäßig billiger zu erstehen sind. Naja.

Und aja, Cidre hat demgemäß Bubbles, meist zugesetzt, manchmal auch pet-nat-gemäß durch das Fertigvergären in der Flasche entstanden. Die Bubbles unterscheiden ihn vom Apfel-, Birnenwein und -most und machen ihnen besonders köstlich. Wenn er nicht grad wie wild nach Pferdeschweiß schmeckt oder riecht, wie's so manche irische Rabauken tun. Wie unlängst auf der spanndenen, vom FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau, Schweiz, Deutschland, Österreich) organisiserten Bio-Cidre-Verkostung zu erleben, alles nachzulesen und nachzusehen hier: Tasting_forum_76.

An dieser Stelle sei nur der Fokus auf den Cider vom Biohof Fischer im Traisental gelenkt. Lorenz Fischer führt den Obstbau, Bruder Viktor macht den Wein. Schwester Juliane Fischer macht ihr eigenes Ding, nebenbei auch Weinexperimente und schreibt vor allem als Journalistin für diverse Zeitungen und Magazine. Der Cidre von Lorenz war nach etlichen wilden Beispielen beim Tasting-Forum das erste elegante Highlight, sauber, apfelfruchtig, würzig, feine Säure, hefig, mit einer zarten Süße und feinen Gerbstoffen. Vor allem ist er ohne. Ohne Schwefel, ohne Enzyme, ohne Schnickschnack und spontan vergoren, mit der Hefe gefüllt. Aus mehreren kräftigeren Apfelsorten wie Topaz, Rubinette, Elstar. Schmeckt! Und mit seinen wenigen Prozent Alkohol fast kinder- und fastenzeittauglich.

fischer-abhof.at
syl

Einfach gut. Sonntag 2018-02-25

Welch Glück, dass Martin Obenaus, Mitglied der Winzer–gruppe »Junge Wilde Winzer« und begnadeter Winzer aus Glauben–dorf im Weinviertel kürzlich bei uns in der Fillgradergasse Station machte. Erstens, weil es eine Freude ist, ihm zuzuhören, wenn er von seiner Arbeit, seinen Wein–

Sekt von Martin Obenaus

gärten, seiner Leidenschaft für die Natur und die Menschen spricht. »Ich möchte ein gutes Unternehmen führen, in dem sich mein Team wohl fühlt und einander und mir vertraut. Das zusammen mit gesunden Weingärten mit hoher Biodiversität, also viel tierischem und pflanzlichem Leben in der Erde und zwischen den Reben, sichert unseren Wohlstand und unsere Umwelt. Biologischer Weinbau ist dafür die Voraussetzung.« Klare Worte, die Martin Obenaus konsequent lebt.

Und damit komm ich zum »Zweitens«: Glück war der Besuch des Winzers für uns vor allem auch deshalb, weil er eine Flasche seines wunderbaren Veltliner-Sektes bei uns deponierte. Diese öffneten und genossen wir dieser Tage gemeinsam mit einer Freundin, die – wie wir – hohe Ansprüche an Schaumwein hat. Martin Obenaus' Vertreter hat uns alle drei überzeugt. Kraftvoll und dennoch elegant, vielschichtig und komplex, schon in der Nase an Champagner denken lassend, am Gaumen eine wahre Freude. Dank an den Winzer!

www.weingut-obenaus.at

Ruth

Wir und unsere Events bleiben green Mittwoch 2018-02-14

Seit 2013 haben wir die Lizenz für Green Events. Das heißt, wir sorgen dafür, dass Veranstaltungen zu nachhaltigen Veranstaltungen (Green Events) werden. Dafür mussten wir damals einen Event unter Supervision zertifizieren, die großartige Waldbierpräsentation in der Saint Charles Apotheke.

Heinz Nusser, Sylvia Petz, Hannes Martschin

Da jede Lizenz aber ein Ablaufdatum hat, mussten wir sie vor kurzem erneuern. Und so haben wir das Neujahrstreffen der Partnerunternehmen Nusser & Partner und Martschin & Partner »People, Planet, Prosit - nachhaltig genießen« im sagenhaften und leider inzwischen geschlossenen Pop-up-Lokal rien dahingehend begleitet. Das war vielleicht ein Fest! Und geschafft! Sie dürfen gratulieren! Die Lizenz läuft bis 2022, und bis dahin werden wir - weil's wirklich sinnvoll ist - so viele Events wie möglich green gestalten. Wie schaut's aus mit Ihrer Firmenfeier?

Foto v.l.n.r. Heinz Nusser, syl, Hannes Martschin, credits APA/Peter Hautzinger
Ruth & syl

Kein Lei Lei bei h&p! Dienstag 2018-02-13

Oder glaubt jemand im Ernst, wir würden ihm dieser Tage mit Zylinder und Krönchen die Tür öffnen? Mit Prosecco und Wurstbrötchen empfangen? Mit Luftschlangen werfen?

Mitnichten! Aber nur an diesem Tag können wir dieses Foto verwenden. Und uns darüber freuen, dass einen niemand zwingen kann, Villacher Fasching zu schauen. Dass wir ungestraft davon kommen, wenn wir Helau! und Lei Lei! verweigern.

 Sylvia Petz mit Zylinder und Ruth Havel mit Krone

Dass wir in einem freien Land leben. Dass bald der Frühling kommt. Und mit ihm alles, was dazu gehört. Ein Helau allerdings, eins geht durch. Das von Nirvana: Helau, Helau, Helau.

Und dann öffnen wir eine wirklich gute Flasche Wein. Und trinken auf das Leben und darauf, dass es auch ohne Fasching viel Spaß für uns bereithält. Und viel Genuss. Immer wieder und wieder!

Foto: Citronenrot
ruth & syl
Ich mag dich! Freitag 2018-02-09

Markus Altenburger war ein Kunde der 2. Stunde. Ab 2012 haben wir ihn und sein Weingut eine Weile begleitet, und es hat immer Spaß gemacht. Super Weine, feiner humorvoller Mensch. Beides nun ein wenig gereifter. Und Markus hat seit einiger Zeit Bernadette an seiner Seite und die süße kleine Alma.

Eine Flasche Ladisberg und Wein im Burgunderglas auf einer Holzplatte

Eine runde Sache also! Und nach einer Zeit, in der eher weniger kommuniziert wurde, gibt es wieder eine Menge an guten Dingen zu berichten und auch zu feiern. Ich freu mich auf jeden Fall sehr, dass Markus und Bernadette dabei wieder an mich gedacht haben.

Seit zwölf Jahren führt Markus das Weingut in Jois und immer schon mit großer Hingabe an die Region Leithaberg mit ihren Kalk- & Schiefer-Lagen, die von Anfang an am Etikett standen: Jungenberg, Altenberg, Gritschenberg, … Im Fokus standen immer die Blaufränkischen, geprägt von ihren Böden und vom Jahrgang. Nach und nach machten sich allerdings auch die Weißen ein bisschen breiter im Sortiment und nehmen jetzt rund 25 % der Menge ein. Chardonnay und Neuburger sind die Rebsorten, seit 2016 gibt es auch einen Grünen Veltliner aus der Ried Ladisberg.

Auf seiner Rückenetikette steht schlicht: »Leithakalk, Maische, Beton, Holz. 900 Flaschen,« aber zu sagen gäbe es viel viel mehr, denn es ist Liebe auf den ersten Schluck! Kräuter, Orangenzesten, Grapefruit, irgendwie steigt einem der Kalk in die Nase. Am Gaumen Würze und ebenfalls Kräuter und Grapefruit. Der Wein ist straff, knochentrocken und bleibt lang am Gaumen, ein bissl Gerbstoff. Guter Stoff! Wäre ich ein Restaurant, würde ich die gesamte Menge einbunkern. Ich werd's wohl dem Bruder sagen müssen …

Mit dem Jahrgang 2017 ist das Weingut übrigens biozertifiert, da lacht mein . Und was es zu Altenburgers und ihren Weinen sonst noch alles zu sagen gibt, werden Sie erfahren. Es lohnt sich auf alle Fälle, dranzubleiben!

markusaltenburger.com
syl
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