Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Blaufränkisch-Freak und Veltliner-Jünger Freitag 2013-03-08

Alle heiligen Zeiten und ein bisschen öfter nehmen wir uns die Zeit (Lust haben wir sowieso) und verkosten die Weine unserer Kunden. Diese Woche waren jene von Thomas Kopfensteiner und Heinz Weixelbaum dran. Und weil ja schad ist um den vielen Wein, wenn wir das nur entre nous machen, laden wir immer ein paar Leute ein, doch einfach mitzukosten.

 Heinz Weixelbaum und Thomas Kopfensteiner 

Robert Stark, umtriebiger Sommelier und seit einiger Zeit im Restaurant Livingstone aktiv, wollte das gerne und lud die Runde kurzerhand in die Zelinkagasse ein. Vielen Dank noch einmal dafür, wir haben es sehr genossen!

Auf edlen Ledersofas im Planter's Club verkosteten wir über 20 Weine aus dem Kamptal und vom Eisenberg. 

Wir legten klarerweise mit ersterem los. Heinz Weixelbaum unterteilte seine Range in »frisch, fruchtig & leicht«, »Kamptaler Lagenweine und DAC« und »Wahre Werte«.

Tische und Ledersofas im Planter's Club

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir zum einen der Grüne Veltliner Ried Absdorfer 2012, laut Heinz der kleine Bruder vom GV Wechselberg. Die Böden bestehen zum Großteil aus Schotter mit lediglich 1 bis 1,5 Meter angewehtem Löss (beim Wechselberg reicht der Löss bis in 9 Meter Tiefe). Die Wurzeln wurzeln also im Schotter, der Wein ist dadurch wunderbar mineralisch und straff. Wie es mir gefällt!

Der zweite Weixelbaum-Wein, den ich hier erwähnen möchte, ist der Grüne Veltline Alte Reben, von dem eine Fassprobe ins Glas kam. Dieser Wein entsteht aus einer Selektion der ältesten Weingärten mit jeweils zumindest 40 Jahre alten Rebstöcken. Schiefer-, Schotter- und Lössböden verleihen Komplexität, wie ich finde wirklich spannend. 2.000 bis 2.500 Flaschen gibt's davon pro Jahr, ich sollte also rasch zugreifen. Und, unbedingt erwähnenswert, Ab-Hof-Preis 9,50 Euro! Das Preis/Leistungs-Verhältnis von Heinz Weixelbaums Weinen ist übrigens durchgängig großartig.

Wir wechseln zum Eisenberg. Thomas Kopfensteiner bewirtschaftet 7 Hektar in Deutsch-Schützen, hier dominieren schwere, lehmige Böden, und 8 Hektar am Eisenberg mit  eisenhaltigen, kargen Böden. Logisch, dass ganz unterschiedliche Weine entstehen.

Meine beiden Favoriten des Nachmittags waren der 2010 Eisenberg DAC, der etwas über ein Jahr im großen Holz war und mich vor allem mit seiner Saftigkeit und Würze (Kardamom!) beeindruckt hat. Laut Thomas ein Wein für alle Tage. Dieser Wein macht sie zu guten Tagen! Auch hier, Preis/Leistung unschlagbar: 6,50 Euro ab Hof.

Thomas' höchste Lage am Eisenberg heißt Saybritz. Der dazugehörige Wein extrem elegant, das Holz wunderbar integriert, ein Wein ohne Schnick-Schnack, der mir genau deshalb so gefällt. Und der Jahrgang 2007 gefällt mir ganz besonders gut.

Es war ein spannender Nachmittag und ein kulinarisch anspruchsvoller und obendrein sehr unterhaltsamer Abend. Dank an die Winzer!

www.vinoweix.at
www.kopfensteiner.at

Ruth

meeting jedermann: rabinovich revisited - eine Ausstellung im Jüdischen Museum Donnerstag 2013-02-28
Ich fand dieses Gesicht schon als Kind so schön. Diese Augen, die einem tief in die Seele blickten. Boris und Nina Rabinovich, aus Leningrad über Umwege nach Österreich geflüchtete Juden. Freunde meiner Eltern in meiner Jugendzeit. Boris, ein begnadeter Maler, den immer der durchdringende Geruch seiner Boris Rabinovich - Foto von Peter Felch

Zigarren umgab. Er hätte gestern seinen 75. Geburtstag gefeiert. 1988 ist er während seines einzigen Besuchs in Leningrad gestorben, fünfzigjährig nach zehnjähriger Emigration. Wenn ich heute dieses wunderbare Gesicht sehe, denke ich auch an das Gesicht meiners Vaters.

Gestern war die Vernissage von »meeting jedermann: rabinovich revisited«, einer ihm gewidmeten Ausstellung im Jüdischen Museum und organisiert von Julya Rabinovich, Schriftstellerin und Boris' Tochter. Sie »tritt in einen Dialog mit dem Werk ihres Vaters und stellt den von ihr kuratierten Arbeiten ihres Vaters eine eigene Text- und Grafikarbeit gegenüber. Die Ausstellung im Jüdischen Museum Wien ist eine Collage aus Retrospektive, Erinnerung und Illustration.«

Zur Ausstellung, die bis 26. Mai zu sehen ist, gibt es ein Begleitprogramm unter anderem mit einer Lesung von Doron Rabinovici während der Finissage.

Alle Informationen unter www.jmw.at
Foto: Peter Felch
syl

Was Sie schon immer über Partnerfindung wissen wollten. Freitag 2013-02-15

Der Valentinstag ist also doch zu etwas gut. Zu Weiterbildung in Sachen Partnerfindung, anhand der Valentingstagsausgabe der Tageszeitung »Der Standard«. Es geht um die Zusammenhänge von Schönheit, Sex und Risiko.

So steht geschrieben: Sexuelle Selektion ist beim Menschen wie beim Tier ein Wettbewerb, bei dem die Willigen ihre positiven Eigenschaften gegen einen möglichst begehrenswerten Partner eintauschen. Aha.

Illustration eines Paares in Umarmung beim Küssen

Schönheit ist einer der wichtigsten Trümpfe. Wobei ich nicht der Meinung bin, dass sie eine Eigenschaft wäre. Aber bitte.

Jedenfalls interessant ist, dass schöne Männer (wer bestimmt eigentlich, was oder wer schön ist?) mehr Frauen haben als der Durchschnitt, schöne und schlanke Frauen hingegen weniger Sexualpartner. Sehr attraktive Frauen bevorzugen Langzeitbeziehungen, bestimmen den Grad der Verbindlichkeit und lassen sich länger Zeit bis zum »ersten Mal«. Klingt für mich, als hätten sie schlicht und ergreifend mehr Macht in der Beziehung.

Geld, also der finanzielle Status, spielt insofern eine Rolle, als Menschen mit mehr Geld mehr in ihr Aussehen investieren können als andere und daher auch »schöner« sind als der Durchschnitt.

Und Männer riskieren viel, wenn es darum geht, die Frau ihres Begehrens zu erobern, Frauen offenbar gar nicht. Was mir jetzt schon ein bisschen unwahrscheinlich vorkommt.

Sei's drum. Die Studien werden's schon wissen.

Quelle: Der Standard, 14. Februar 2013

Ruth

Wo der Wolf kocht Freitag 2013-02-08
Das Bild zu diesem Blog-Eintrag könnte von einer dieser Speisekarten stammen, in denen die angebotenen Gerichte fotografisch beworben werden. Von einem dieser Lokale, in denen man nie und nimmer essen möchte. Was nicht am Gericht oder am Lokal, sondern ausschließlich an der Fotografin liegt.
Der Schikursteller des Gasthaus Wolf

Die, so sie es überhaupt noch tut, Essen in der Öffentlichkeit so unauffällig und so unbemerkt wie möglich fotografiert. Darunter leidet dann die Qualität. Das nur zur Erklärung. Der »Schikursteller«, O-Ton eines Mitessenden in der Runde, hätte es aber eh nie in diesen Blog geschafft, hätte er den Gaumen der Fotografin nicht überzeugt.

Also, wir befinden uns im Gasthaus Wolf in der Großen Neugasse, der liebevoll adaptierten Wirk- und Wirtsstätte von Jürgen Wolf. Neben dem klassischen Schweinsbraten sind es vor allem die Innereien, die Neugier wecken. Wenn auch teilweise verhaltene Neugier. So blieben Stierhoden und Hirn lediglich Bilder in den Köpfen der zu wenig wagmutigen Esser und Esserinnen, sie kamen auf keinen Teller. Dafür aber Hühnerleber, Kalbsnierndeln und Bries. Jeweils wirklich raffiniert und gut gewürzt zubereitet, Einzelheiten dazu können aus dem Gedächtnis leider nicht mehr abgerufen werden. Spricht dafür, sich die Sache(n) noch einmal anzusehen. Und zu kosten.

Die Weinkarte bietet einige Abwechslung, lediglich mit reiferen Jahrgängen happert's ein bisschen. Dafür gibt's Schremser Bier, sehr fein.

Summa summarum ein Gasthaus zum Wiederkehren. Unbedingt reservieren!

www.gasthauswolf.at

Ruth

Jois is rising - und der Wagner freut sich über den Altenburger Montag 2013-02-04
Eigentlich ist ja in Jois der Sonnen- untergang das Schönste. Das wird jeder bestätigen, der den dort schon einmal erlebt hat. Vom Sonnen- aufgang hingegen weiß man nichts Näheres. Wie auch. Nun schreibt plötzlich einer: »Jois is rising.« Normalerweise geht auch in Jois nur die Sonne auf. Aber gut, erhebt sich halt das ganze Dorf.

Markus Altenburger sitzend

Und da entpuppt sich das Ganze als Jubelmeldung. Dass nämlich der Wagner, höchst umtriebiger und vielschichtiger Weinhändler im oberösterreichischen Gmunden, sich über einen neuen Winzer freut. Über einen aus Jois. Der Wagner freut sich über den Winzer Markus Altenburger aus Jois. Und wer diesen kennt, muss sich schon die Frage stellen, was eigentlich schöner ist, der Sonnenuntergang oder der Markus mit seinen Weinen.

Da müssen wir als begnadete Weintrinkerinnen nicht länger nachdenken. Klarer Sieg für den Winzer. Weil wir ihn immer haben können im Gegensatz zum Sonnenuntergang. Weil der Griff zu seinem Wein nur mit dem Öffnen der Kühlschrank- und nicht mit der Autotür verbunden ist. Frequenzbedingt finden wir also den Joiser Winzer Markus Altenburger mit seinen phantastischen, eleganten, beeindruckenden und mineralischen Blaufränkischen und Chardonnays, Leithaberg hin oder her, schöner als den Joiser Sonnenuntergang.

Das hat sich sicher auch der Wagner so gedacht. Dem der Joiser Sonnenuntergang wahrscheinlich sowieso ziemlich egal ist, weil er den Gmundner Sonnenuntergang hat. Den Sonnenaufgang wird er dort bisher auch nur ganz selten erlebt haben und wenn dann nur zufällig. Weshalb ihm da auch ein bissl der Vergleich fehlt.

Auf jeden Fall hat er jetzt diesen super Winzer im Programm.

www.markusaltenburger.com
www.wagners-weinshop.com
syl
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