Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

Bassena - unser Blog

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Vorher – nachher Dienstag 2012-10-02

Das ist kein Koch-Blog. Was aber im Umkehrschluss nicht heißt, dass nicht in den Blog darf, was wir kochen. Wobei kochen in diesem Fall fast schon übertrieben ist. Egal, das nun hier vorgestellte Rezept (so es überhaupt eines ist), gehört zu meinen liebsten. Weil watschen-einfach und wahnsinnig gut. Und schnell zu machen obendrein.

Man nehme sämtliches Gemüse, das vorhanden, Zwiebel und Knoblauch inklusive. Zu meinen Klassikern zählen Zucchini, Karotten, Tomaten, Melanzani, Fenchel, Erdäpfel, wenn ich gut gelaunt bin auch Brokkoli.

Ofengemüse in Glasform - vorher 

Alles würfelig oder in Scheiben oder wie auch immer schneiden, in eine mit Olivenöl beträufelte (?)/benetzte (?)/eingeölte (?) Form füllen, mit gewürfelten Schafkäsestücken vermischen, salzen, pfeffern, noch einmal ein Schuss Olivenöl, umrühren und ab ins Rohr.

Zwischen den beiden Bildern liegen geschätzte 20 Minuten und kein zusätzlicher Handgriff. Zu diesem von mir so geliebten Ofengemüse passen Erdäpfel (so sie nicht eh schon drin sind), Cous Cous, Polenta, gebratener Fisch, das eine oder andere Stück Fleisch. Oder auch sonstiges.

Ofengemüse in Glasform - nachher

Geht fast immer (außer man hat gar nix im Haus), gelingt immer (kommt ja alles auf einmal in den Ofen), schmeckt immer (findet die Köchin). Hinweise zur Weiterentwicklung des edlen Gerichtes werden jederzeit gerne entgegengenommen.

Ruth

Temperatur

Ruth  05.10.2012 09:59

Die Dame empfiehlt so um die 180 Grad. Der Dolce Latte schreit, sollte ich einmal versuchen!

....

?#*%§  02.10.2012 23:26

schreit das nicht nach dolcelatte?
und welche temperatur empfehlen die damen? ;)

Penne für Darth Vader Sonntag 2012-09-30

Die Socia macht's vor, ich mach's nach. In Zeiten von Stress können eine paar Minuten Humor Wunder wirken. Wir wissen, lachen befreit. Den hungrigen Herren in schwarz hab ich sicherlich schon mehr als zehn Mal gesehen und finde ihn immer noch über die Maßen unterhaltsam. Darth Vader in der Kantine. 

Ruth

Legofiguren mit Darth Vader
Frommer Wunsch Sonntag 2012-09-16
Auf Sardinien ist das Fastfood noch nicht angekommen. Nicht im Inneren des Landes, nicht an den Küsten und auch nicht auf den sardischen Inseln, auf die wir unsere Füße gesetzt haben. Auf Sardinen schmeckt's noch wie bei Mamma. Egal, in welche Pizzeria, Trattoria, in welches Restaurant man stolpert.
Kaffeetisch in Sardinien

Die Pizza wird zu Recht mit Stolz gebracht. Duftend, gerade richtig belegt und mit den genau richtigen Zutaten und nicht mit irgendwelchen Schummelsachen. Selbst in ganz einfachen Häusern, in denen die Tische mit Plastiktischtüchern gedeckt sind und von Tischkultur keine Rede ist. Selbst dann. Die Pizzeria könnte andernfalls gleich zusperren.

Die Pasta ist immer! al dente und saftigschlatzig, und eigentlich will und braucht man gar nicht mehr. Sie ist es selbst dann, wenn sie auf der touristischen Schifffahrt zur Inselgruppe La Maddalena serviert wird. Selbstverständlich frisch gekocht. Und wehe, sie wäre es nicht gewesen. Sie würde wohl hochkant im smaragdgrünen Meer gelandet sein. Mit italienischen Mitreisenden ist nicht zu spaßen!

Der Caffè, der Cappuccio, er ist dem Barista immer ein Anliegen. Nie würde er ihn nicht ristretto oder ohne die perfekte Schiuma rüberreichen. 100e am Tag, 100e erst nach prüfendem Blick und anerkennendem inneren Pfiff zum Gast entlassen. Der würde ihn anders auch gar nicht akzeptieren.

Es ist wahrscheinlich genau dieses Spiel zwischen anspruchsvollem Gast und anspruchsvollem Gastgeber. Einem Gastgeber, der zu Recht stolz ist auf seine Arbeit. Der am liebsten selbst gerne essen und trinken möchte, was er serviert. Der wahrscheinlich seinen Gast jedes Mal um genau diesen Moment beneidet, wo der sich mit Muße über sein Essen hermachen darf.

Und es ist mein frommer Wunsch an unsere heimischen Restaurantbesucher und Gastronomen. Mehr Anspruch an und Wissen um echte Qualität und Stolz auf das eigene Schaffen. Und es ist meine frommer Wunsch, dass es in Italien so bleiben möge. Wissend, dass das schon lange nicht mehr der Fall ist. Aber zumindest auf Sardinien ist bislang das Fastfood noch nicht angekommen.

syl
Ein Wochenende unplugged. Dienstag 2012-09-11

Das letzte Wochenende war anders. Denn auf der Alm, der einen, gibt's nicht nur keine Sünde, sondern auch keinen Mobiltelefon-Empfang. Sprich keine Anrufe, keine SMS, keine E-Mails, kein Facebook, kein gar nichts. Was erfrischend viel ist. 

Ein völlig neues, oder wieder entdecktes, Gefühl, das geliebte Smartphone bei der Ankuft wegzulegen, nicht regelmäßig nachzuschauen, ob das Leben »draußen« weitergeht. Kein letzter Mail-Check noch schnell vor dem Schlafengehen, keine Überlegungen, ob das Telefon in der Nacht auf laut oder leise ist.

Eine Flasche Pol Roger zum Kühlen in der Giesskanne

Eine Übung, die es durchaus verdient, wiederholt zu werden. Trotz oder gerade wegen »kein Warmwasser in der Hütte, Plumpsklo mitten im Wald und selbstverständlich kein Strom«. Und wie man sieht, ich hab mich getröstet!

Ruth
Weine zum Niederknien - Judith Beck & Markus Altenburger Donnerstag 2012-09-06
Normalerweise verkosten wir mit unseren Winzern bei uns oder bei ihnen. Klare Kosten-Nutzen-Rechnung (übrigens ein ziemlich wichtiges Wort in Zeiten wie diesen). Dieses Tasting fand aber woanders statt. Nämlich in der Hermanngasse 13, der großstädtischen Dependance vom Joiser Markus Altenburger. Judith Beck, Markus Altenburger, Luzia Schrampf und Angelika Deutsch neben den Verkostungsflaschen

Kost also auch nix. Für uns. Für andere schon, aber nur ganz wenig und dringend zu empfehlen als Location für kleine Events und um Altenburger leer zu kaufen.

Gekostet haben wir viel. Das gesamte Beck'sche und Altenburger'sche Sortiment rauf und runter und im lieben professionellen Freundeskreis. Wie man sieht, waren die Weine zum Niederknien. Dass es keine stinklangweilige Verkostung war, sieht man auch. Danke für all die wunderbaren Bonmots und Bonvins!

Aja, die Lieblingsweine. Schon alleine wegen der Geschichte der Neuburger von Altenburger. 4x als Leithaberg DAC eingereicht, 4x als nicht typisch gescheitert. Altenburger meint wegen des Säureabbaus. Fein, salzig und mineralisch ist der Wein. Denn der Kalk dort habe viel »Kalkaktivität. Der Kalk bei uns liegt nicht einfach herum«. Der Leithaberg rot 2010 soundso - Frau Deutsch schreibt »straffe Leichtfüssigkeit«. Und der Chardonnay vom Kalk 2011, der ist schon seit einiger Zeit einer unserer Freitags-Mittags-Weine.

Von Judith der Rosé-Sekt, frisch in der Flasche und vom Blaufränkisch. Von markierten Stöcken im Weingarten. Stöcke, die aus irgendeinem Grund nie so reif werden wie die anderen. Dann der Blaufränkisch 2011 vom Neusiedlersee, aus unterschiedlichen Lagen und mit feiner Finesse. Eine Tautologie, hier passt sie. Und Judith 2009. Aus viel Blaufränkisch, weniger St. Laurent und noch weniger Merlot. Irgendwann ganz ohne. Die beiden Judiths wachsen gemeinsam, nur was stimmig ist, bleibt bestehen.

Also danke allen, dass ihr dabei wart. Danke für den schönen Abend und danke für das wunderbare Feedback!

www.markusaltenburger.com
www.weingut-beck.at
syl
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