Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Perpetuum vinobile aus dem Weinviertel Dienstag 2012-07-17

Es muss nur einmal ins Laufen kommen. Und wenn's dann läuft, läuft's.

Laufen tut's seit geraumer Zeit bei Herbert Zillinger, Winzer im wein- viertlerischen Ebenthal. Den skep- tischen Blick kann er sich also getrost sparen. Und so wie's aus- sieht, reißt der Lauf auch in Zukunft nicht ab. Warum auch.

Grafik von Herbert Zillinger mit seinen Weinflaschen

So richtig! angefangen hat alles im letzten Jahr im Staate Dänemark, als Herberts Rosésekt Indiskret bei einem Champagnertasting ziemlich frech aufgezeigt hat. So schnell war selten ein Wein ausverkauft wie dieser.

Jetzt kam mit dem Grünen Veltliner Weintalried 2011 mit 92 Punkten im aktuellen A LA CARTE ein GRAND-CRU-SIEG: »(Fassprobe) Gelber Apfel in Konzentration, saftig und animierend, strahlt richtig, Mango und Lychee; knackig, gutes Pfefferl, feine Mineralik, schöne Länge.«

Der VINARIA Weinguide legt mit high scores nach: Zillinger ist mit drei Sternen Aufsteiger und rangiert nun für das Fachblatt unter den besten Weißweinwinzern Österreichs. »(...) Schon die Leichtweine sind in der Kategorie 'leider geil' anzusiedeln. (...) Absolutes Glanzstück ist dieses Jahr der Traminer Profund 2011, ein gleichermaßen großzügiger wie perfekt abgestimmter Wein, der zu den besten Traminern Österreichs (5 Sterne und Top!) zählt. (...)«

Auch die deutsche WEINWIRTSCHAFT/Meininger-Verlag hat ein Auge auf den Weinviertler geworfen, siehe anhängendes Pdf: »(...) Seine Stilistik ist für das Weinviertel noch immer ungewöhnlich. Lange Maischestandzeiten, Spontangärung und möglichst lange Zeit auf der vollen Hefe geben seinen Weinen einen komplexen Stil, wie geschaffen für die gehobene Weinviertel DAC Reserve Stufe.«

Dass Herbert Zillinger großartige Weine keltert, ist auch längst im Ausland angekommen. 60 % der Gesamtproduktion werden exportiert. Besonders viel Fans sitzen übrigens - genau! - im Staate Dänemark. Zillingers Weine werden u.a. im Radio, Nomas kleinem Bruder, ausgeschenkt.

Und falls Sie wissen möchten, warum Herbert Zillinger nicht mehr im Falstaff-Guide angeführt ist, können Sie das hier an seiner Facebook-Pinwand nachlesen.

www.zillingerwein.at
syl

wer bin ich ;-)

tom  31.07.2012 15:47

sorry, komme erst jetzt zum antworten.
genoß im wahsten sinne des worte meinen urlaub,
ganz ohne internet und co.
mhh, also ich bin der tom, der euch damals bezüglich holymoly bilderrätsel mal was geschickt hat. der tom der eigentlich eh hin und wieder hier seine kommentare abliefert und gerne ließt. der tom, der gute weine liebt, besonders eben von zillinger und hirsch ;-)

genial

syl  22.07.2012 08:57

lieber tom, freut uns und herbert natürlich außergewöhnlich, dass seine weine so munden. welcher der vielen toms versteckt sich denn hinter diesem?

lieben gruß,
syl

genial

tom  21.07.2012 21:55

stimmt, Herbert Zillingers Weine sind wirklich genial. Die gesamte Palette zu empfehlen! Einfach grandios wie wunderbar sie auch zu einer Menüfolge passend eingesetzt werden können. Aber da sind uns scheinbar die Dänen einen Schritt voraus.
Lieber Herbert Zillinger, weiter so phantastische feine Weine "machen".
Es ist immer wieder eine Reisenfreude soche Weine im Glas zu haben.

La rossa. La grassa. Wir kommen wieder! Donnerstag 2012-07-12
Ein großartiges Geburtstags–geschenk! Dank gilt dem Gatten der Jubilarin. Die zu ihrem 40er drei Tage Italien mit vier Freundinnen – eine für jedes Lebensjahrzehnt – zu Füßen gelegt bekam. Gut, dass ich mit besagter Freundin studiert habe, gut, dass wir gemeinsam ein sehr prägendes Semester an der Sorbonne in Paris erledigt haben. Gut, dass ich dabei war!!!!
Fussfoto der Freundinnen in Sandalen 
Freitag in der Früh in den ersten Flieger nach Bologna gestiegen, Sonntag am Abend den letzten zurück an die schöne blaue Donau genommen. Dazwischen drei Tage schwatzen (no na ned), schlendern, shoppen (ein bisschen), sightsee-en, schlemmen. Kilometerweise Arkaden (portici) machten die Hitze erträglich und den Regen zur absoluten Nebensache.
Alte Gebäude in Bologna
Die nächsten Danksagungen (Mille tante!) gebühren dem Dottore Commercialista aus Wien mit Zweitkanzleisitz in »la rossa« sowie der Jugendliebe einer Mitreisenden mit Wohnsitz ebendort. Deren Tipps für Trattorie, Enotece, Cremerie (nachdem das Eis in »la grassa« mit Mascarpone gemacht wird, werden aus Gelaterie eben Cremerie) waren 1A.
 La Montanara in Bologna 
Ein Reiseführer der besonderen Art verhalf uns zu wirklich besonderen Stadtan- und -einsichten. Nachhaltig in Erinnerung blieben der Anblick der Neptun-Statue von einem ganz speziellen Punkt aus gesehen (Rückenasicht mit überraschendem Detail), die flüsterbaren Gewölbe und eine mumifizierte Heilige, die sich vor uns versteckte.
Die Sorbetteria in Bologna

Fazit: Bologna, wir kommen wieder. Sì! Sì! Sì!

Ruth

Kreative Auszeit Freitag 2012-07-06
Der Büroalltag lässt oft wenig Raum für  Ideenfindungen, »Wo sind wir und wo wollen wir hin?«-Überle- gungen und »Was können wir unseren Kunden Gutes tun?«-Brain- stormings. Gottlob gibt's dann die Havel, Trainerin und Coach, und Gottlob kommt dann ein »Wir müssen raus!« Ihre Erfahrung war uns Befehl.
Blick auf den See im Haus im See
Gottlob wurden wir in Kärnten und in der Steiermark nicht fündig - zu weit, zu teuer - und landeten im wunder- schönen Haus im See im ungarischen Fertörákos am Neusiedlersee von Barbara Eselböck und Alain Weiss- gerber. Stilvolles Hide away, chilliges Paradies, genussvolles Wegsein. Das haben sie wohl Blut, die Eselböcks.Balkon des Haus im See
Das Gen, das großartiges Ambiente schafft. Nicht zuletzt dieses Ambiente unterstützt durch das eine oder andere Glas Winifred Rosé von Schwester Stephanie und Schwager Edi, schön blutiges Côte de Boeuf und melodisches Schwalben- gezwitscher hat unsere Kreativität derart beflügelt, dass der zweite
Balkon mit Tischen des Haus im See
Auszeittag fast ausschließlich am Steg verbracht werden konnte. Übernachtet haben wir natürlich auch. Schöne Zimmer in weißem Holz, ein bisschen wie Schiff, ein bisschen wie Süden und ein bisschen wie Norden. Und als dann der Vollmond kam, da war es ... Aber das sollten Sie sich vielleicht selbst einmal ansehen, wie das dann ist.
Blick auf den See

www.hausimsee.at

syl
Eine Stilkunde. Wahrlicher Genuss. Sonntag 2012-07-01
Ein wenig bange ist mir gerade zumute, der Schreibfluss mag nicht so recht einsetzen. Hab ich doch gerade nach erquicklichen Lesestunden unter dem Apfelbaum ein Sonderheft der Wochenzeitung »Die Zeit« zu Ende gelesen, in dem sich alles um die schriftliche Sprache dreht. »Wie Sie besser schreiben. Eine Deutsch-Stilkunde in 20 Lektionen« von Wolf Schneider. Viele Jahre Journalist in vielen Funktionen für viele Medien, später verantwortlich für den Aufbau der Henri-Nannen-Schule, die er bis 1995 leitete. Auch heute noch bildet er Journalisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus, ist Sprachlehrer in der Wirtschaft, in Medien, für Behörden.
Cover des Sonderhefts "Wie Sie besser schreiben" der Zeit 

2011 wurde er für sein publizistisches Lebenswerk mit dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet. Kein Wunder, dass ich Respekt habe. Und diese Zeilen zögerlicher als sonst schreibe.

20 Lektionen wie »Im Anfang war das Tun« (ein Plädoyer für das Verb), »Warum wir am Passiv« leiden oder »Mit Satzzeichen Musik machen«, die ich nicht nur gelesen, sondern vor allem auch genossen habe. Dazwischen gestreut hat Schneider kurze Abrisse zu  »Sprachmeistern« wie Goethe und Schiller, Heinrich von Kleist, Heinrich Heine, Friedrich Nietzsche, Franz Kafka und Thomas Mann. Gespickt mit Beispielen aus deren Schaffen. Pures Lesevergnügen. Und wie ich finde Pflichtlektüre für alle, die mit dem Schreiben irgendwie ihr Geld verdienen.

Ruth

Feuer! Mittwoch 2012-06-27
Es gibt sympathische Kochbücher, die man sofort in die Hand nimmt, in ihnen blättert und gleich einmal im Vorratskammerl nachschaut, ob sich ein Rezept ausgeht. Es gibt weniger sympathische Kochbücher, die man halt hat, einmal durch- blättert und ins Regal stellt. »Nenis Feuerküche« fällt definitiv in die erste Kategorie.
Cover des Kochbuchs Nenis Feuerküche neben Gemüse

Das liegt vor allen Dingen an den Frauen, die es geschrieben haben. Zum einen an der strahlenden Haya Molcho, umtriebige Israelin in Wien mit inzwischen drei Restaurants und diesem ihrem zweiten Kochbuch, für das sie die Rezepte und Geschichten geliefert hat. Zum anderen an der mindestens genauso strahlenden Michaela Ernst, Wiener Journalistin und Autorin, die die Rezepte und Geschichten in Worte gefasst hat.

Hier geht's ums Grillen, Essen aus der »Feuerküche«. Feuerküche aus den Mittelmeerländern mit großem Schwerpunkt auf der aus Israel. Und da hier eine gewisse Affinität unterlegt mit Melancholie und zartem Heimweh gegeben ist, ist der Zug hin zu diesen Aromen und Gerichten und zum Feuer groß. Melanzani in all ihren Aggretatzuständen, Kichererbsen, Tomaten, insgesamt alles, was bunt und essbar ist, und natürlich auch  »Bissfestes«, wie die große Tochter liebevoll zu Fleisch sagt, kommen auf den Grill. Was man dort damit macht, wie man würzt und wendet, das sagen einem Haya und Michaela. Bebildert ist das Ganze - schön! - von Peter M. Mayr, die warme ansprechende Grafik kommt von Doris Pesendorfer.

Und falls es beim Grillen doch einmal regnen sollte: We set fire to the rain!

Feuerküche. 100 neue Rezepte für die kleine und große Flamme. Haya Molcho & Michaela Ernst. Almathea Signum Verlag. ISBN: 978-3-85002-791-5.  Preis: 29.95 EUR
syl

Sehr schf6ne Seite, auf die ich zufe4llig gestossen bin bei der Suche nach ETT-Terminen ffcr 2011. Ich habe mich etsrmal duch Eure Galerie usw. geklickert, macht einfach Lust auf Truck Trial! Weiter so!

Michel  22.07.2012 02:50

Sehr schf6ne Seite, auf die ich zufe4llig gestossen bin bei der Suche nach ETT-Terminen ffcr 2011. Ich habe mich etsrmal duch Eure Galerie usw. geklickert, macht einfach Lust auf Truck Trial! Weiter so!

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